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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bush wirbt für mehr Atomkraft

07.07.2008

TOYAKO US-Präsident George W. Bush war sichtlich gut gelaunt, als er an seinem 62. Geburtstag auf dem Flughafen von Sapporo gemeinsam mit seiner Frau Laura die Gangway der „Air Force One“ hinunterstieg.

Zum letzten Mal will Bush auf einem G8-Gipfeltreffen Amerikas Sicht der Welt schildern – womit er durchaus einigen anderen Weltführern die Laune trüben könnte. Dass der Texaner auch sechs Monate vor seinem Amtsende so sendungsbewusst ist wie eh und je, demonstrierte er schon vor Beginn des globalen Treffens auf der japanischen Insel Hokkaido.

Dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao will er nach Angaben des Weißen Hauses wegen der Verletzung der Menschenrechte ins Gewissen reden und mehr Freiheit für das chinesische Volk fordern.

Und Kanzlerin Angela Merkel wird Bush wohl von der „Schönheit der Atomkraft“ vorschwärmen, wie er es nannte – wobei kritische Untertöne gegenüber der „Freundin Angela“ unvermeidlich scheinen.

„Wenn jemand wirklich besorgt ist über Erderwärmung und Treibhausgase“, dann sollte der doch „deutliche Zeichen setzen, um sich für den Ausbau von Atomkraftwerken stark zu machen“, meinte Bush am Donnerstag vor japanischen Journalisten, ohne Merkel allerdings namentlich zu nennen.

Allerdings ist offensichtlich, dass sich unter den G8-Staaten nur Deutschland vehement gegen mehr Kernkraftwerke wehrt. Für Bush schwer verständlich: Kernenergie sei „eine erneuerbare Energie mit null Treibhausgasen“. Und für die noch immer offene Frage nach dem atomaren Abfall werde es sicher bald schon „neue Technologien geben, die den Menschen die Sorgen nehmen“.

Aber Bush will auch bei anderen Themen drängen und fordern: Vermutlich wird es nicht allzu schwer werden, wie von den USA gewünscht, eine gemeinsame G8-Resolution zu beschließen, in der Simbabwes Robert Mugabe heftig kritisiert wird. Schon sehr viel schwieriger steht es um die US-Forderung, dass alle G8-Staaten ihre Versprechungen an die Entwicklungsländer einhalten. „Es müssen nicht nur Versprechungen gemacht, sondern auch Schecks geschrieben werden“, verlangt Bush.

Nicht nur Hilfsorganisationen haben die G8-Länder heftig kritisiert, weil diese ihre einst als historisch gepriesenen Zusagen vom Gipfel in Gleneagles 2005 nicht einhalten würden. Dabei bekommen die USA, die sich während der Präsidentschaft Bushs für Afrika besonders stark gemacht haben, noch relative gute Noten.

Neben der offensichtlichen Agenda in Toyako gibt es noch ein besonders brisantes Thema, über das jedoch kaum etwas an die Öffentlichkeit gelangen wird. Denn in den USA und in Israel scheint die Zahl jener zu wachsen, die nicht mehr an den diplomatischen Weg glauben, um den Iran von seinen Atomplänen abzubringen. Sie fragen, wann nach all den Bemühungen, Teheran mit Offerten und Sanktionen zu überzeugen, statt des „Zuckerbrots“ nun die „Peitsche“ – sprich militärische Mittel – notwendig werden würden.

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