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Kommunalwahl FDP tritt mit vier Neulingen an

Rolf Bultmann

BUTJADINGEN - Mit nur sieben Kandidaten tritt die FDP, die mit sechs Mandatsträgern derzeit die stärkste Fraktion im Gemeinderat stellt, am 11. September zur Kommunalwahl in ihrer bisherigen Hochburg Butjadingen an. Zwar schicken die Liberalen gleich vier Neulinge ins Rennen, jedoch muss die Partei nicht nur auf die beiden altgedienten Helmut Siefken und Hajo Meiners, sondern überraschend auch auf Fraktionschef Lutz Timmermann verzichten.

Angeführt wird die Butjadinger FDP-Liste vom 61-jährigen Kfz-Meister Wolfgang Stolle aus Stollhamm, der dem Rat seit 2002 angehört, bis Anfang 2009 aber für die CDU. Auf Listenplatz 2 folgt Diplom-Agraringenieurin Uta Meiners (46) aus Stollhamm, Tochter des scheidenden FDP-Ratsherrn Hajo Meiners. Auf Platz 3 der Liste wurde mit dem 32-jährigen kaufmännische Angestellte Torben Heinen aus Eckwarder Altendeich ein weiterer Neuling platziert.

Es folgen auf Platz 4 Ratsfrau Helga Gubba (58, Hausfrau) aus Stollhamm, auf Platz 5 Anke Stührenberg (56, Hausfrau) aus Waddens, auf Platz 6 der Eckwarder Ratsherr Jannes Bergsma (40, Landwirt) und auf Platz 7 Dieter Stührenberg (55, Ausbildungsmeister) aus Waddens.

Neben Uta Meiners und Torben Heinen kandidiert auch Dieter Stührenberg erstmalig für den Gemeinderat. Ein Novum ist, dass mit Anke und Dieter Stührenberg ein Ehepaar für eine Partei antritt.

Alle Bewerber wurden in einer von Jannes Bergsma als stellvertretender Vorsitzender geleiteten Versammlung des FDP-Gemeindeverbandes im „Huus an’n Siel“ in Stollhamm einstimmig nominiert. Bergsma freute sich insbesondere über den hohen Frauenanteil auf der Liste und über den jungen Bewerber Torben Heinen. Mit Beifall wurde Bergsmas Mitteilung aufgenommen, dass Helmut Siefken aus Eckwarden doch wieder für den Kreistag kandidiert, dem er seit Jahren angehört. Auch Anke Stührenberg bewirbt sich um ein Kreistagsmandat.

Der 74-jährige Helmut Siefken tritt für den Gemeinderat nicht mehr an, um nach 25 Jahren Ratsarbeit für Jüngere Platz zu machen. Hajo Meiners (71), seit 2003 im Butjadinger Rat, verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf eine Kandidatur.

Nachdem in dieser Legislaturperiode bereits Andreas Schneider und Ubbo Voss ihr Mandat niedergelegt hatten, fehlen der FDP bei der kommenden Kommunalwahl jene fünf der acht Kandidaten, die vor fünf Jahren 85,1 Prozent der FDP-Stimmen erhielten.

Angesichts der personellen Situation und auch wegen der bundespolitischen Stimmung sollte die FDP auch in Butjadingen realistisch bleiben. „Die Frage, ob wir noch einmal stärkste Fraktion werden können, was wir zudem einem Parteiwechsel verdankten, ist für uns kein Thema“, so Jannes Bergsma.

Seinen Rückzug

aus der Kommunalpolitik begründet Butjadingens FDP-Fraktionschef Lutz Timmermann, der nicht wieder kandidiert, mit einer persönlichen Erklärung. „Das beste Stimmenergebnis unter 48 Kandidaten aller Parteien bei der Wahl 2006 war der Auftrag, so sagten es mir viele Wähler, zu versuchen, in den Kurbetrieb Ruhe hinein zu bekommen. Wenn ich nach fünf Jahren Bilanz ziehe, so kann ich sagen, dass das Ziel erreicht ist. Und wichtiger noch: BKT und TSB werden wieder schwarze Zahlen schreiben. Dazu bedurfte es in der Geschäftsführung der bekannten personellen Konsequenzen. Die wurden von deutlichen Mehrheiten in den zuständigen Gremien getroffen, nicht von einer einzigen Person, wie eifrige Leserbriefschreiber unermüdlich den Eindruck zu erwecken versuchten. Diese Personen haben dabei Grenzen des Anstands weit überschritten, falsche Behauptungen aufgestellt, denunziert und polemisiert. Ich arbeite gern und engagiert ehrenamtlich für die Allgemeinheit, aber einen solchen respektlosen Umgang will ich mir nicht erneut antun. Ich hoffe aber, dass diese Menschen ihre Kraft dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen, also sich am 11. September dem Votum der Butjadinger Bürger stellen.“
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