BUTJADINGEN - Nicht zum ersten Mal versuche Unabhängigen-Ratsherr Fritz Wiechmann seine privaten Auseinandersetzungen in den Butjadinger Gemeinderat zu tragen. „Bürger, mit denen Fritz Wiechmann privat über Kreuz liegt, müssen nicht automatische meine Freunde sein“, stellt Lutz Timmermann fest.
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion ist zu der Erkenntnis gelangt, dass es Fritz Wiechmann mit seiner Kritik an Auftragsvergaben durch die Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen und mit der an ihn (Timmermann) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Aufsichtsräte der Tourismus-Gesellschaften gerichteten Rücktrittsforderung gar nicht um die Sache gehe.
Rederecht nicht genutzt
Am vergangenen Mittwoch tagten im Burhaver Rathaus nacheinander die beiden Aufsichtsräte der Tourismus-Gesellschaften (gemeinsam), der Verwaltungsausschuss und der Gemeinderat. Die Sitzungen der Aufsichtsräte und des Verwaltungsausschusses waren, wie gesetzlich vorgeschrieben, nicht öffentlich. In beiden Gremien sei Ratsherr Fritz Wiechmann als Gast mit Rederecht dabei gewesen.
„Also genügend Gelegenheit für Wiechmann, seine Kritik an den Kurgesellschaften und dem Aufsichtsratsvorsitzenden anzubringen. Er wartet aber die Ratssitzung ab, um seine Schmähungen und persönlichen Angriffe, garniert mit falschen Behauptungen, öffentlich vorzulesen“, kritisiert Lutz Timmermann. Damit habe Fritz Wiechmann in einem laufenden Gerichtsverfahrens Partei für Bettina Nordholz ergriffen, gegen die die Tourismus-Servicegesellschaft Anzeige wegen falscher Tatsachenbehauptung erstattet hat. Die Tossenserin nahm als Zuhörerin an der Sitzung teil.
Widerspruch nicht bemerkt
„Widersprüche in seinen Behauptungen bemerkt Wiechmann gar nicht: Einerseits spricht er mir jegliche Fähigkeiten ab, andererseits wähnt er mich so stark, dass ich allein Aufträge vergeben könnte – an einen imaginären Freundeskreis, den namentlich zu benennen Fritz Wiechmann sich aus gutem Grund scheut“, so Lutz Timmermann in seiner Stellungnahme. Darin weist er zudem darauf hin, dass dem TSB-Aufsichtsrat weitere fünf, dem BKT-Aufsichtsrat weitere sechs Mitglieder angehören.
„Mit viel Mühe haben wir es geschafft, wieder Ruhe in die Kurgesellschaften zu bekommen. Die Aufwärtsentwicklung begann bereits mit Karl-Heinz Kahler, der angeblich ja auch nur Geschäftsführer werden konnte, weil wir uns kennen – und setzt sich mit Robert Kowitz fort. Diese positive Entwicklung scheint einem bestimmten kleinen Kreis nicht zu gefallen. Aber müssen wir uns deshalb beschimpfen lassen?“, ärgert sich Lutz Timmermann.
