• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Volksabstimmung: Cameron bettelt um Schottlands „No“

17.09.2014

London /Edinburgh Mit einem nie dagewesenen Schulterschluss haben Großbritanniens Parteien einen letzten Versuch unternommen, eine Abspaltung Schottlands vom Vereinigten Königreich zu verhindern. Die Vorsitzenden von Konservativen, Labour-Partei und Liberaldemokraten versprachen Schottland in einem offenen Brief maximale Autonomie unter dem Dach der britischen Union, sollten sich die Schotten beim Referendum an diesem Donnerstag gegen die Unabhängigkeit entscheiden. Der Brief unter der Überschrift „The Vow“ (Der Schwur) erschien am Dienstag auf dem Titel des schottischen Massenblattes „Daily Record“.

Wenn das Land beim Referendum am Donnerstag die vollständige Unabhängigkeit ablehne, könne es etwa über die Gesundheitsausgaben selbst entscheiden, heißt es in einem offenen Brief, den neben Premierminister David Cameron auch Oppositionsführer Ed Miliband von der Labour Partei und Vizepremier Nick Clegg von den Liberaldemokraten unterzeichneten.

Zeichen der Angst

Die stellvertretende schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon erklärte, der Brief sei unglaubwürdig und nicht ausreichend. Es sei verräterisch, dass das Versprechen nicht während der jahrelangen Debatte über die Unabhängigkeit gemacht wurde, sondern nur zwei Tage vor dem Urnengang. Politische Kommentatoren wie BBC-Chefkorrespondent Norman Smith werteten den Schritt als Zeichen der Angst in Westminster vor einem „Yes“-Votum in Schottland.

Bereits seit Wochen mahnen Parlamentsabgeordnete aus anderen britischen Regionen wie Wales, es dürften Schottland nicht weitere Zusagen gemacht werden, ohne dass auch die anderen Regionen mehr Mitsprache bekämen.

Die Meinungsforscher sehen den Kampf um die Unabhängigkeit weiter extrem knapp bei 51 Prozent für die Gegner und 49 Prozent für die Befürworter.

Werben um Stimmen

Beide Lager mobilisierten noch einmal alle Kräfte, um bisher unentschlossene Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Für das Lager der Unionisten ging unter anderem der frühere Premierminister Gordon Brown, ein Labour-Politiker aus Schottland, ins Rennen. Alex Salmond, Chef der schottischen Regionalregierung, warb in seinem Heimatstädtchen Linlithgow für das „Yes“ zur Unabhängigkeit.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.