Wildeshausen - Die Überschrift klingt sperrig. Die CDU fordert ein Konzept für die „Parkraumbewirtschaftung“ in Wildeshausen. Und dahinter verbirgt sich ein Vorschlag, der manchem Autofahrer nicht schmecken würde. „Wir brauchen weitere Politessen“, sagt Fraktionschef Wolfgang Sasse.

Bisher hat die Stadt nur eine Kraft, die aber laut Sasse auch noch Aufgaben im Innendienst zu erledigen hat. Und nachdem Wildeshausens Kontaktbeamter Karl-Heinz Steuer in Pension gegangen ist, kommt nach Meinung Sasses so mancher Falschparker ungeschoren davon. Denn Steuer hatte stets einen Blick auf Verkehrssünder, und seine Knöllchen gingen ebenfalls an die Stadtkasse.

Konkrete Zahlen über ein Einnahmeloch gibt es zwar nicht. Gleichwohl hält Sasse mehr Überwachung für zielführend. „Wir könnten zwei 400-Euro-Kräfte einstellen. Die finanzieren sich locker selbst und sorgen für eine bessere Verkehrsmoral“, meint der CDU-Fraktionschef. Ihm schweben nicht nur Rundgänge in Hunte- und Westerstraße vor, sondern auch in der zweiten Reihe. Außerdem fordert er von der Stadt ein Konzept, wie und wo Parkraum bewirtschaftet werden kann.

Beibehalten will die CDU allerdings die erst vergangenen Sommer eingeführte Brötchentaste. Auch die Innenstadtkaufleute haben sich für die Fortführung des einjährigen Modellversuches ausgesprochen. Mit dem kostenlosen Börtchen-Parkschein darf man 15 Minuten parken, danach werden Gebühren fällig. Allerdings werden die 15 Minuten gern auch überzogen. Mehr Kontrolle könnte die Parkschein-Disziplin fördern, meint Sasse. Und davon würde nicht nur die Stadtkasse profitieren, sondern auch die Verkehrsmoral.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland