„Thomas Otto macht das Rennen“ (NWZ, 26. Februar)

Immer wieder wird erwähnt, dass der CDU-Kandidat Gerd Dumstorff im Vorfeld neue CDU-Mitglieder angeworben habe, um die Urwahl zu gewinnen. Dabei wird aber immer unter den Teppich gekehrt, dass parallel dazu gezielt Mitglieder für die CDU angeworben wurden, damit sie gegen ihn stimmen. Laut den mir vorliegenden Informationen hält sich die Neuaufnahme von Befürwortern und Gegner wohl die Waage.

Nichtsdestotrotz, wenn man bei der Urwahl zum Kandidaten gewählt wird, sollte man die volle Unterstützung der CDU erwarten können.

Eine Sache kann ich jedoch absolut nicht nachvollziehen, und die ist noch in keinem Artikel zur Sprache gekommen. Warum wird nicht im Vorfeld das Gespräch mit Kandidaten gesucht, denen man nicht die komplette Unterstützung der Partei zukommen lassen will. Wenn sich jemand als Kandidat bewerben möchte, seine Parteikollegen ihn aber nicht als zukünftigen Bürgermeister sehen, sollte ihm dies in einem persönlichen Gespräch, zum Bespiel vom CDU-Vorsitzenden, mitgeteilt werden.

Das wäre eine faire Angelegenheit!

Stattdessen lässt man die Dinge einfach so laufen und wundert sich anschließend über das Desaster.

Doris Focken Sedelsberg