Hameln - Die CDU Niedersachsen läutet mit Bernd Althusmann eine neue Ära ein: Der Landesparteitag in Hameln wählte den 49-Jährigen mit überwältigender Mehrheit von 98,55 Prozent zum neuen Vorsitzenden. Der Nachfolger von David McAllister (45) erhielt bei der gleichzeitigen Nominierung zum Spitzenkandidaten und Herausforderer von SPD-Ministerpräsident Stephan Weil bei die Landtagswahl 2018 sogar ein Traumergebnis: 100 Prozent, keine Gegenstimme bei den rund 450 Delegierten.
Der Pastorensohn aus Oldenburg und Ex-Kultusminister unter Christian Wulff (CDU) versprach der CDU-Basis nicht nur einen Landtags-Wahlsieg. Als künftiger Ministerpräsident werde er „Niedersachsen zum stärksten Bundesland in Deutschland machen“, sagt Althusmann unter dem Jubel der Delegierten. Seine Schwerpunkte: Sicherheit, Sozialpolitik und Digitalisierung.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bot dem neuen Vorsitzenden eine „gute Zusammenarbeit“ an. „Lassen Sie uns gemeinsam Dinge stürmen“, rief sie ihm zu: „Niedersachsen braucht den Wechsel und eine starke CDU mit Althusmann an der Spitze.“
Merkel bedankte sich nachdrücklich bei Amtsvorgänger McAllister. Der Europa-Abgeordnete sei für die CDU-Bundesvorsitzende immer „eine feste Bastion“. McAllister verabschiedete sich von der CDU-Basis mit den Tränen in den Augen: „Es war mir eine Ehre, euer Landesvorsitzender zu sein.“ Zugleich bat er alle Parteifreunde „um Vergebung, die ich mal geärgert habe“.
Die regierende SPD zeigte sich unbeeindruckt vom großen Zuspruch für Althusmann. Generalsekretär Detlef Tanke erinnert daran, dass mit dem Namen Althusmann eine gescheiterte Schulpolitik verbunden sei.
