Celle - Ein Gymnasiallehrer aus Celle steht wegen seiner Beteiligung an einer AfD-Kampagne gegen die Maskenpflicht in der Kritik. Der Historiker ist mit seinem Namen und einer heruntergezogenen Maske auf einem Plakat zu sehen, daneben die Aufschrift: „Ich zeige Gesicht! Die Corona-Diktatur muss beendet werden!“ Die Niedersächsische Landesschulbehörde sieht derzeit keinen Verstoß gegen das sogenannte Mäßigungsgebot für Beamte. Das AfD-Mitglied trete nicht als Lehrer in Erscheinung, sagte Behördensprecherin Bianca Trogisch. Damit äußere er sich nicht dienstlich, sondern als Privatperson bei einer Kampagne einer nicht verbotenen Partei.
„In der Schule scheint er nach jetziger Erkenntnislage nicht zu agitieren. Wenn dies der Fall wäre, würde sich die Sachlage ändern“, sagte Trogisch. Die „Cellesche Zeitung“ berichtete auch von Beschwerden betroffener Eltern. In einem NDR-Beitrag äußerten sich außerdem mehrere Schüler kritisch. Aus Protest gegen eine Rede des Lehrers auf einem AfD-Parteitag haben sie auf den Schulhof groß „#Multikulti ist himmlisch“ geschrieben.
Der betroffene Lehrer möchte sich nach Angaben des AfD-Landesverbandes nicht persönlich zu dem Thema äußern. Sein politisches Engagement finde ausschließlich ehrenamtlich in seiner Freizeit statt, sagte der stellvertretende AfD-Landeschef Stephan Bothe.
