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NWZonline.de Nachrichten Politik

Chef der Sauerland-Gruppe auf freiem Fuß

18.08.2016

Düsseldorf Der 2010 als Mitglied der islamistischen Sauerland-Gruppe zu zwölf Jahren Haft verurteilte Fritz G. ist wieder auf freiem Fuß. Er hat drei Viertel seiner Haftstrafe verbüßt. Die Reststrafe sei „unter strengen Auflagen“ zur Bewährung ausgesetzt worden, bestätigte ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf am Mittwoch.

Das Gericht hatte 2010 drei Mitglieder der islamischen Terrorgruppe wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung und Verabredung zu vielfachem Mord zu bis zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der vierte Angeklagte bekam als Unterstützer fünf Jahre Haft. Laut OLG ist inzwischen nur noch einer der Verurteilten im Gefängnis. Der Südwestrundfunk hatte am Dienstag über die vorzeitige Freilassung des heute 36-Jährigen berichtet. Der zuständige Senat des Düsseldorfer Gerichts hatte zwei Gutachten, darunter mindestens ein psychiatrisches, eingeholt und war zum Ergebnis gekommen, dass von G. keine Gefahr mehr ausgehe.

Auch der 36-Jährige war vom Gericht angehört worden. Nach Angaben seines Anwalts wird er auf der Terrorliste der Vereinten Nationen weiterhin als Terrorist geführt. „Fritz G. wird sich zukünftig nur noch um seine Familie kümmern und sein Studium beenden“, erklärte der Anwalt.

Der 36-Jährige Konvertit war im September 2007 mit zwei weiteren späteren Mitangeklagten im Sauerland festgenommen worden. Die Gruppe hatte in einem Ferienhaus mit dem Bau von Autobomben begonnen. Allerdings hatte die Polizei die dafür vorgesehene Chemikalie bereits heimlich verdünnt.

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