Chemnitz - Im Fall der tödlichen Messerattacke in Chemnitz vom 26. August bestreitet mindestens einer der Verdächtigen seine Beteiligung an der Tat. Die Anwälte der beiden beschuldigten Asylbewerber, Yousif A. aus dem Irak und Alaa S. aus Syrien, haben bei der Chemnitzer Staatsanwaltschaft Anträge auf Haftprüfung eingereicht, wie Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart sagte.
Yousif A.s Berliner Anwalt Ulrich Dost-Roxin stellte den Antrag bereits am Montag. Keines der Beweismittel „belastet meinen Mandanten, sich an dem vermeintlichen Tötungsdelikt beteiligt zu haben“, schrieb Dost-Roxin weiter. Dies habe seine juristische Prüfung der in den Ermittlungsakten vorliegenden Beweismittel ergeben. Ein Fortbestehen der Untersuchungshaft halte er für rechtswidrig.
