Ganspe - An der Spitze der Berner SPD gibt jetzt eine Frau den Ton an: Christa Allen wurde auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands zur Vorsitzenden gewählt. Sie ist die Nachfolgerin von Günter Sielmann, der sich für diese Amt nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte.

An Ideen mangelt es Christa Allen nicht: Sie regte an, einen politischen Stammtisch ins Leben zu rufen, an dem sich jeder nach Lust und Laune einbringen kann.

Kassenwart Lars Steenken trat ebenfalls nicht mehr zur Wahl an. Bereits im Vorfeld hatte sich Ute Villbrandt bereit erklärt, dieses Amt zu übernehmen und wurde in Abwesenheit gewählt. Birgit Wilgers wird weiterhin die zweite Vorsitzende des Ortsverbands sein. Olaf Dammerow und Carola Schulte sind Beisitzer. Ein neuer Schriftführer konnte nicht gefunden werden.

Der Fraktionsvorsitzende Lars Steenken nutzte die Versammlung, um nach dem Wegfall von 420 000 Euro Gewerbesteuer-Einnahmen auf die schwierige Berner Haushaltslage aufmerksam zu machen. Die Fraktion stehe voll dahinter, dass ein Großteil des Geldes in diesem Jahr für dringend nötige Maßnahmen an die Feuerwehren gehe. Daneben sei die Sanierung der Industriestraße und des Wendehammers vorrangig, betonte er.

Auch die heimische Landtagsabgeordnete Karin Logemann berichtete von ihrer Arbeit auf Kreis- und Landesebene. Sie betonte, dass sie beim Bau der B 211 neu hinter der Wirtschaft stehe und das Vorhaben vorantreiben wollen. Das gelte auch für die Prüfung des Trassenverlaufs der B 212 neu, der zügig vonstatten gehen müsse. Als „Sechser im Lotto“ für die ansässigen Unternehmen bezeichnete Logemann die vielversprechenden Gespräche über die Reaktivierung der stillgelegten Güterverkehrsstrecke zwischen Nordenham und Blexen. Die zweite geplante Streckenstilllegung konnte bereits nach Gesprächen mit der Bahn ausgesetzt werden.