Sie wirkt abgekämpft. Hamburgs Schulsenatorin Christa Goetsch ist anzusehen, dass sie die Auseinandersetzungen um die wohl größte Schulreform in der Geschichte der Hansestadt nicht kalt gelassen haben. Seit Monaten hat die 57-jährige Grünen-Politikerin fast nichts anderes getan, als wieder und wieder den Sinn und Zweck sechsjähriger Primarschulen zu erklären und Eltern die Ängste davor zu nehmen. Goetsch ist Überzeugungstäterin. Die zweite Bürgermeisterin in Deutschlands erstem schwarz-grünen Regierungsbündnis auf Landesebene ist beseelt von der Vorstellung, dass alle Kinder gleiche Chancen haben müssen. Die Tochter eines Professors für Bakteriologie war selbst Lehrerin und unterrichtete mehr als 20 Jahre in Hamburg. An Brennpunktschulen erlebte sie dabei hautnah, was es vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund bedeutet, auf deutsche Schulen zu gehen.
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