Kelkheim - Weltweit hat nach Erkenntnissen des Hilfswerks Open Doors die Christenverfolgung ein neues Ausmaß erreicht. Im vergangenen Jahr hätten sowohl Schärfe als auch geografische Verfolgung zugenommen, heißt es in dem am Mittwoch in Kelkheim veröffentlichten Weltverfolgungsindex der christlichen Menschenrechtsorganisation. Aktuell werden dem Bericht zufolge rund 100 Millionen Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt.
„Durch die schleichende Islamisierung und die damit einhergehende Radikalisierung von Teilen der Bevölkerung“ habe sich in vielen afrikanischen Ländern die Lage der Christen verschlechtert. In 80 Prozent der Länder auf dem Index sei der islamische Extremismus eine oder die maßgebliche Triebkraft der Verfolgung.
Die Organisation verweist auf die Gräueltaten des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak. „Von den 1,8 Millionen Christen aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg leben nur noch 1,1 Millionen in Syrien, viele davon als Flüchtlinge im eigenen Land“, heißt es in dem Bericht.
