Sie bevorzugt die leisen Töne. „Ich neige nicht sehr zur Selbstdarstellung“, sagte die frühere Bundesfamilienministerin Christine Bergmann einmal über sich selbst. Dennoch hat die in der DDR aufgewachsene Politikerin nach der Wende zielstrebig Karriere in der SPD gemacht. Bereits im Dezember 1989 trat die Pharmazeutin der SPD bei, wo sie es bis zur stellvertretenden Landesvorsitzenden brachte. Bergmann erwarb sich schnell den Ruf einer kompetenten und couragierten Politikerin, die aber lieber im Hintergrund arbeitete. Der berufstätigen Mutter zweier Kinder lag vor allem immer eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Frauen am Herzen. Als Bundesministerin trat sie für die Legalisierung der Prostitution ein und brachte ein Gesetz zur Elternteilzeit ein. Parteikollegen wie politische Gegner schätzen ihre Fähigkeit zum Zuhören und ihre Hartnäckigkeit.
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