Die Bundesregierung hat Christine Bergmann im März 2010 zur Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs ernannt. Am 31. Oktober beendet die 72-jährige SPD-Politikerin ihre Arbeit. Bergmann wurde 1939 in Dresden geboren. Sie studierte Pharmazie in Leipzig und arbeitete als Apothekerin in Berlin, bis sie 1977 Abteilungsleiterin für Arzneimittelinformation am Institut für Arzneimittelwesen der DDR wurde. Der SED trat sie nie bei. Direkt nach dem Mauerfall wurde Bergmann SPD-Mitglied und 1991 Berliner Arbeits- und Frauensenatorin. 1998 bis 2002 war sie Bundesfamilienministerin.
Christine Bergmann hat sich vom Beginn ihrer politischen Laufbahn an für die Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen sowie für Kinderrechte eingesetzt. Bergmann ist seit ihrer Jugend in der evangelischen Kirche aktiv.
