Cloppenburg - Im Ziel sei man sich einig, sagte CDU-Fraktionschef Hermann Schröer in der Ratssitzung am Montagabend. Lediglich der Weg zum Ziel sei ein anderer, so Schröer weiter. Der Rat der Stadt Cloppenburg beschäftigte sich mit der Einrichtung eines Bestattungswaldes.
„Wir wollen uns zuerst die Informationen holen und dann weitere Schritte gehen – beispielsweise mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung“, sagte Schröer. Man wolle zunächst die Voraussetzungen durch die Stadtverwaltung prüfen lassen, bevor man die Öffentlichkeit beteilige.
Auf die Tagesordnung war dieses Thema durch einen Antrag der Parteien „Die Unabhängigen“, „Bündnis 90/ Die Grünen“, „Sozialliberales Cloppenburg“ und der SPD gekommen. Sie befürworten gemeinsam einen Bestattungswald und wollten die Verwaltung beauftragen, eine öffentliche Infoveranstaltung zu diesem Thema vorzubereiten. Dazu sollten Bürger, Politiker sowie Vertreter von Verwaltung und Kirchen eingeladen werden. Als Referenten sollten ein Vertreter einer Bestattungswald-GmbH sowie Vertreter der zuständigen Arbeitsgemeinschaft und/oder einer Trägerkommune eingeladen werden.
Für die Veranstaltung warb UWG-Ratsfrau Doris Hellmann. Durch die Beteiligung der Öffentlichkeit sei es möglich, ein Stimmungsbild zu erhalten, außerdem wolle man das Thema „nicht hinter verschlossenen Türen sehen“, sagte Hellmann. „Eine größtmögliche Öffentlichkeit“ wollte auch Grünen-Fraktionschef Michael Jäger durch die Infoveranstaltung einbinden: „Wir brechen uns keinen Zacken aus der Krone, wenn wir uns alle Argumente anhören.“
Der Antrag der vier Parteien wurde von der CDU/FDP/Zentrum-Gruppe mit 17 Nein-Stimmen bei 16-mal Ja und einer Enthaltung abgelehnt. Der Antrag zur Prüfung der Voraussetzungen durch die Verwaltung wurde bei 18 Ja-, sieben Nein-Stimmen sowie neun Enthaltungen angenommen.
