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Dienst Karrierestart mit vielen Chancen

Hermann Gerdes

Cloppenburg - Kennen Sie noch Bernd Abeln? Von 1977 bis 1987 war er stellvertretender Oberkreisdirektor in Cloppenburg. Abeln erinnert sich noch gerne an die Cloppenburger Zeiten, auch wenn er ein ambivalentes Verhältnis zu seinem damaligen Chef Herbert Rausch hatte. Viele alte Weggefährten erinnern sich an einen „versierten Juristen“, wenn einige ihm auch seine Abschiedsworte („ich will nicht mehr Missstände verwalten, sondern gestalten“) etwas verübelten. Aber er habe, so Abeln, halt kein berufliches Fortkommen mehr gesehen.

In Dreieich wurde er Bürgermeister (1987 bis 2000) und anschließend Staatssekretär zuerst im hessischen Finanz- und dann im Wirtschaftsministerium. Lange führte er nach seiner Pensionierung vor zehn Jahren auf Wunsch des damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) noch die Stiftung des Flughafens Frankfurt.

Politisch sehr aktiv

Politisch blieb er nach seiner Pensionierung aktiv. Im Kreistag des Landkreises Offenbach (350 000 Einwohner) war er Vorsitzender der CDU-Fraktion; jetzt hat er das Amt des Kreistags-Vorsitzenden. „Ich habe noch sehr viele repräsentative Termine in diesem Amt“, erzählt er von seinem ungestillten Tatendrang. Seine Kreistagskollegen gehen davon aus, dass Abeln mindestens bis 2021 in diesem Amt bleibt.

Nach Abelns Zeit kam auch Sonja Gartemann in die Cloppenburger Kreisverwaltung. Die Dipl.- Verwaltungswirtin wurde zuständig vor allem für die Wirtschaftsförderung. Auch sie verschwand schnell wieder. Nach der Rückkehr nach Osnabrück machte sie          eine mehr als steile Karriere. 1991 wurde sie Leiterin des damaligen Sozialamtes, Kreisamtsrätin und dann Kreisoberamtsrätin. 1997 erhielt sie den neuen Fachdienst Soziales und im Juli 2000 wurde sie vom Kreistag für die Amtszeit von acht Jahren sogar zur Kreisrätin gewählt. Bundesweit wurde sie bekannt, als es um die Neuorganisation der Arbeitsvermittlung ging, sie prägte die Neuausrichtung der Sozial- und Jugendhilfe sowie die Ausbildungs- und Arbeitsmarktförderung. Nach schwerer Krankheit starb sie 51-jährig Weihnachten 2007.

1971 ist Bettina Dickes in Cloppenburg geboren. Die ersten Lebensjahre verbrachte sie in Grönheim auf dem Bauernhof der Familie, „an dem ich auch heute noch sehr hänge“. Die Familie – der Vater war Soldat – zog oft um. Nach Oldenburg, Herdringen und Faßberg dann in die Naheregion. In Bad Kreuznach machte sie ihr Abitur.

1999 kam die CDU-Politikerin in den Waldböckelheimer Gemeinderat, von 2006 bis 2016 war sie Mitglied im rheinland-pfälzischen Landtag. Am 2. April vergangenen Jahres wurde sie in einer Stichwahl zur Landrätin des 160 000-Einwohner-Kreises Bad Kreuznach gewählt. „Sie erzählt oft von ihrer alten Heimat – obwohl man die weite Entfernung an der Sprache nicht erkennt“, meint Bad Kreuznachs Landkreissprecher Harald Skär, der seine neue Chefin schon bei der Bundeswehr kennenlernte. „Gar nicht so weit weg“, meint Staatssekretär a. D. Bernd Abeln zur aus Cloppenburg stammenden Landrätin. Genau sind es 86 Kilometer. „Aber die Landesgrenze liegt dazwischen.“

Landrat geworden

Peter Ottmann wirkte bei der Stadt Cloppenburg, 1984 kam er an die Spitze der Stadtverwaltung. Vertreter war damals Albert Focke, der ebenfalls große Sprünge machte. Focke wurde Oberkreisdirektor im Nachbarkreis Vechta, dann dort auch Landrat. Auch Ottmann wurde Landrat. In Nettetal wurde er zuerst einmal Stadtdirektor und dann hauptamtlicher Bürgermeister, ehe er zweimal – 2004 und 2009 – im jeweils ersten Wahlgang zum Landrat von Viersen (300 000 Einwohner) gewählt wurde. Jetzt genießt der Ottmann (66) seinen Ruhestand, wurde kürzlich nach neun Jahren an der ehrenamtlichen Spitze des DRK-Kreisverbandes mit tosendem Beifall verabschiedet.

Als Städtischer Direktor verließ Benedikt Ruhmöller Cloppenburg und wurde dreimal zum Bürgermeister in Ahlen/Westfalen (55 000 Einwohner) gewählt. Als Ruheständler kümmert er sich heute besonders um die Vermittlung von Praktikumsplätzen im sozialen Bereich.

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