CLOPPENBURG - Mit einer Mischung aus Musik und Politik hat sich die Partei Die Linke am Freitagabend in Cloppenburg vorgestellt. Mit dabei war auch Dr. Diether Dehm (MdB), der auf der Landesliste der Partei auf Platz eins gesetzt ist. Auch der Direktkandidat des hiesigen Wahlkreises, Markus Schalk (Goldenstedt), stellte sich vor.

Dehm hat sich neben seiner politischen Tätigkeit einen Namen als Liedermachen und Songschreiber gemacht. Titel wie „Faust auf Faust“, „Was wollen wir trinken“ oder auch „Monopoly“ stammen aus seiner Feder. So ließ er sich auf der Parteiversammlung in Cloppenburg nicht lange bitten – zeitweise wurde er vom Kreisvorsitzenden Michael von Klitzing dabei begleitet.

Die Politik kam aber nicht zu kurz: „Beim Thema Abschaffung der Wehrpflicht habe ich ein mulmiges Gefühl“, sagte Dehm, schloss diese jedoch nicht aus. Als Ersatz könnte ein soziales Jahr für Männer und Frauen eingeführt werden. Dehm machte auch die Positionen gegen die Hartz-IV-Gesetze deutlich. „Die Linke war die erste Partei, die sich für einen Mindestlohn ausgesprochen hat", sagte Markus Schalk; auch die Rente mit 67 lehne die Partei ab. Finanzieren will sie ihre Vorschläge durch die Erhebung einer Börsenumsatzsteuer.

Harte Kritik übte Dehm an den Freidemokraten. „Die FDP spricht immer von Steuersenkungen. Ich sage Ihnen, sollte sie an die Regierung kommen, wird sie die Mehrwertsteuer für Lebensmittel auf 19 Prozent erhöhen“, sagte Dehm vor den gut 20 anwesenden Besuchern. Ins Visier nahm Dehm auch Konzerne und Banken, besonders die Deutsche Bank.