CLOPPENBURG - Rien ne va plus, nichts geht mehr: Die Kandidatenlisten für die Kommunalwahl am 11. September sind geschlossen, der Wahlausschuss der Stadt Cloppenburg unter der Leitung von Andreas Krems, Erster Stadtrat, hat in der vergangenen Woche die Listen zugelassen und damit grünes Licht für die 89 Kandidatinnen und Kandidaten der sieben Parteien gegeben, die in den zwei Wahlkreisen Nord und Süd in der Stadt Cloppenburg antreten werden.
Um die Frauenquote ist es dabei nur mäßig bestellt (25 Prozent): Im Wahlkreis Nord schickt die CDU, angeführt von Fraktionschef Hermann Schröer, fünf Frauen ins Rennen um die Stühle im Stadtrat, im Süden kommen nochmals fünf Frauen hinzu. Insgesamt hat die CDU 16 Kandidaten im Norden auf der Liste und 19 im Süden.
Für die Sozialdemokraten gehen eine Frau im Norden und drei im Süden ins Rennen. Die SPD hat im Norden zehn Kandidaten aufgestellt, im Süden neun.
Um insgesamt nur einen Bewerber kürzer ist die Liste der Unabhängigen (UWG). Sie konnten im Norden, angeführt von Fraktionschefin Jutta Klaus, neun Mitglieder zu einer Kandidatur bewegen, im Süden nochmals neun. In punkto Frauenquote ist die UWG mit 56 Prozent weit vorn: Acht der neun Kandidaten im Norden sind weiblich, im Süden kommen nochmals zwei dazu.
Bündnis 90/Die Grünen haben fünf Kandidaten für die Nordliste – zwei Frauen – und sieben für den Süden – ebenfalls zwei Frauen – nominiert.
Mit drei Kandidaten zieht die FDP im Norden in den Wahlkampf, im Süden kommen nochmals drei hinzu – allerdings ohne Frauen.
Jeweils als Einzelkandidaten gehen Udo Anfang für die Deutsche Zentrumspartei und Michael von Klitzing für Die Linke ins Rennen.
Voraussetzung für eine Kandidatur war, dass der Bewerber seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in der Stadt hat. Zudem gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, ein Höchstalter gibt es nicht. Als jüngste CDU-Kandidaten bewerben sich mit Lena Reinhardt (Norden) und Catharina Bernhardt (Süden) gleich zwei Cloppenburgerinnen um ein politisches Amt, die Jahrgang 1990 sind. Aus den Reihen der SPD gesellt sich Hannes Grein (Norden) zum 1990-Club hinzu. Die Riege der Senioren führt Günther Hegger (CDU, Jahrgang 1944) vor Harry Lüdders (Grüne, Jahrgang 1946) an.
Die Stadt sucht derweil noch Wahlhelfer für einzelne Wahllokale, informierte Heidrun Osterhus, bei der Stadt zuständig für die Wahl.
Derweil köchelt der Wahlkampf noch auf Sparflamme: Erste Plakate hängen seit einiger Zeit. Werbungen der Christdemokraten sucht man in der Stadt bislang aber noch vergebens, ebenso wie die der Linken. Provokant das Plakat der Grünen mit dem Slogan „Schluss mit Politik hinter verschlossenen Türen“. Gezeigt wird neben einer verschlossenen Tür ein Schild, das auf den CDU-Fraktionsraum hinweist. Ferner behandeln die Grünen Themen wie den B 213-Ausbau und Wind- und Solarenergie.
UWG („Wir für unsere Stadt“) und SPD („Sie haben die Wahl. Mehrheiten ändern“), bewerben vor allem ihre Kandidaten. Ins Auge sticht dabei das Plakat der „jungen Garde“ an Sozialdemokraten, die mit den Attributen „jung, entschlossen, faltenfrei“ in Anlehnung an das Soziale Netzwerk Facebook für sich Werbung macht. Die Zentrumspartei setzt auf: „Frische Farbe ins Rathaus bringen“.
