CLOPPENBURG - Die Sanierung und Modernisierung des Cloppenburger Freizeitbades sorgt weiterhin für Unruhe. Als Mitglied der zuständigen Baukommission ist jetzt der christdemokratische Ratsherr Heinz Hagen zurückgetreten. Wie berichtet, kostet die rund sieben Mio. Euro teure Sanierung des Bades noch einmal 600 000 Euro mehr, weil – so die Verwaltung – sich erst im Nachhinein herausgestellt habe, dass die Betonwände des Hallenbeckens marode seien. Und die „Darstellung“ dieser Nachfinanzierung – so Hagen – sei „seitens der Verwaltung inhaltlich nicht zufriedenstellend“ kommuniziert worden. Weitere, konkretere Begründungen wollte Hagen zu seinem Rücktritt nicht abgeben.
Nach den Vorstellungen der Verwaltung hätte bereits der Ausschuss für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt in seiner Sitzung am 9. März grünes Licht für die Einstellung der 600 000 Euro in den Haushalt geben sollen. Dazu kam es aber nicht, das Thema wurde noch einmal – auf Antrag der CDU – zur abschließenden Beratung in die Fraktionen zurückverwiesen, weil die Erklärung von zwei Kostenpunkten des Betonsanierungspakets „noch unklar“ gewesen sei. Und an dieser „unklaren“ Kostenaufstellung hängt – nachNWZ
-Informationen – offenbar der Rücktritt Hagens, der im Hauptberuf übrigens Architekt ist.Nun gehören nur noch Ludger Koopmeiners, Klaus Dieter Ackmann (beide CDU) Rolf Bornemann (SPD), Doris Hellmann (UWG) und Michael Jäger (Grüne) als Ratsmitglieder der Kommission an. Dazu kommen Bauamtsleiter Gerd Lohmöller und dessen Mitarbeiter Günther Penning sowie der Architekt Oliver Tober (Geschäftsführer beim Planungsbüro Geising und Böker). Die Baukommission begleitet Planung und Ausführung der Arbeiten am Freizeitbad.
