CLOPPENBURG - Der Streit in der Cloppenburger CDU-Ratsfraktion über die Informationspolitik, den Führungsstil und den Umgang mit internen Kritikern lässt auch die Basis nicht ungerührt. In einer Stadtverbandssitzung am Dienstag in der Gaststätte Buken sahen sich führende Funktionäre zum Teil heftigen Vorwürfen ausgesetzt. Sie machten deutlich, dass die Gräben offensichtlich noch nicht zugeschüttet sind. Der kürzliche Streit war dahingehend eskaliert, dass die Vize-Fraktionschefs Anton Krömer und Karl Kleier abgesetzt wurden. Krömer hatte daraufhin sogar sein Ratsmandat zurückgegeben (die NWZ berichtete).
„Wie können wir Bürgern raten, bei der nächsten Wahl CDU zu wählen, wenn wir solche Auseinandersetzungen in der Fraktion haben“, kritisierte ein Teilnehmer bei Buken. Und Hermann Thole wollte vom Stadtverbandsvorsitzenden Bernard Südbeck wissen, wie weit dessen juristisches Vorgehen gegen Fraktionskollegen wegen Verleumdung gediehen sei. Südbeck erklärte, dass es sich um eine persönliche Angelegenheit handele, über deren Ergebnis er informieren werde.
Trotz der Kritik betonte Südbeck, dass Offenheit innerhalb der CDU ein wichtiges Kriterium sei. Theo Wilken griff dagegen Südbeck scharf an. Er warf dem Stadtverbandsvorsitzenden vor, dass der nicht kommunikationsfähig sei, so Wilken, der seinerseits indirekt wegen eines Leserbriefes kritisiert worden war. Südbeck wies den Angriff zurück und betonte, dass es jedem CDU-Mitglied freigestellt sei, Leserbriefe zu schreiben. Kritik an der Fraktionsführung äußerte Thole. „Ein fairer Informationsfluss hat in dieser Fraktion nicht stattgefunden“, sagte der Geschäftsmann. Fraktionschef Hermann Schröer bestritt das und wertete die Aussage Tholes als Versuch, neue Keile in die Fraktion zu treiben. Schröer und Südbeck machten den anwesenden CDU-Mitgliedern den Vorfall aus ihrer Sicht deutlich und kritisierten erneut, dass vier Mitglieder der Fraktion mit ihrem Vorstoß in der Presse gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen hätten. Thole wertete die Vorgänge dagegen als „Grabenkriege in der
Fraktion“. Schröer unterstrich hingen, dass es in der Fraktion auf städtischer Ebene um reine Sachentscheidungen gehe, und eine Auseinandersetzung in der Fraktion durchaus möglich sei. Er kritisierte stattdessen die Medien. Aus seiner Sicht sei nur einseitig berichtet worden. Dennoch finde er es gut, „dass wir jetzt darüber reden.“
„Offenheit ist
ein wichtiges
Kriterium
in der CDU
b. südbeckDer Streit in der Cloppenburger CDU-Ratsfraktion über die Informationspolitik, den Führungsstil und den Umgang mit internen Kritikern lässt auch die Basis nicht ungerührt. In einer Stadtverbandssitzung am Dienstag in der Gaststätte Buken sahen sich führende Funktionäre zum Teil heftigen Vorwürfen ausgesetzt. Sie machten deutlich, dass die Gräben offensichtlich noch nicht zugeschüttet sind. Der kürzliche Streit war dahingehend eskaliert, dass die Vize-Fraktionschefs Anton Krömer und Karl Kleier abgesetzt wurden. Krömer hatte daraufhin sogar sein Ratsmandat zurückgegeben (die NWZ berichtete).
„Wie können wir Bürgern raten, bei der nächsten Wahl CDU zu wählen, wenn wir solche Auseinandersetzungen in der Fraktion haben“, kritisierte ein Teilnehmer bei Buken. Und Hermann Thole wollte vom Stadtverbandsvorsitzenden Bernard Südbeck wissen, wie weit dessen juristisches Vorgehen gegen Fraktionskollegen wegen Verleumdung gediehen sei. Südbeck erklärte, dass es sich um eine persönliche Angelegenheit handele, über deren Ergebnis er informieren werde.
Trotz der Kritik betonte Südbeck, dass Offenheit innerhalb der CDU ein wichtiges Kriterium sei. Theo Wilken griff dagegen Südbeck scharf an. Er warf dem Stadtverbandsvorsitzenden vor, dass der nicht kommunikationsfähig sei, so Wilken, der seinerseits indirekt wegen eines Leserbriefes kritisiert worden war. Südbeck wies den Angriff zurück und betonte, dass es jedem CDU-Mitglied freigestellt sei, Leserbriefe zu schreiben. Kritik an der Fraktionsführung äußerte Thole. „Ein fairer Informationsfluss hat in dieser Fraktion nicht stattgefunden“, sagte der Geschäftsmann. Fraktionschef Hermann Schröer bestritt das und wertete die Aussage Tholes als Versuch, neue Keile in die Fraktion zu treiben. Schröer und Südbeck machten den anwesenden CDU-Mitgliedern den Vorfall aus ihrer Sicht deutlich und kritisierten erneut, dass vier Mitglieder der Fraktion mit ihrem Vorstoß in der Presse gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen hätten. Thole wertete die Vorgänge dagegen als „Grabenkriege in der
Fraktion“. Schröer unterstrich hingen, dass es in der Fraktion auf städtischer Ebene um reine Sachentscheidungen gehe, und eine Auseinandersetzung in der Fraktion durchaus möglich sei. Er kritisierte stattdessen die Medien. Aus seiner Sicht sei nur einseitig berichtet worden. Dennoch finde er es gut, „dass wir jetzt darüber reden.“
„Offenheit ist
ein wichtiges
Kriterium
in der CDU
b. südbeck
