CLOPPENBURG - Nicht zu viel versprechen, denn es muss bezahlbar bleiben. So lautete eine Aussage von Olaf Lies zur Landtagswahl in Niedersachsen 2013. Der stellvertretende SPD-Landeschef schlug am Freitagabend bei der Delegiertenkonferenz des Unterbezirks Cloppenburg im Hotel Taphorn erste Pflöcke für einen Wechsel ein.

Lies skizzierte aus dem Blickwinkel der Sozialdemokratie ein Bild der Würde des Menschen und bezeichnete die Ziele, die vor 150 Jahren zu ihrer Gründung und Definition der Menschenwürde führten, auch heute noch für gültig. So hätten viele Kinder in Wilhelmshaven aufgrund ihrer Armut keine Perspektiven auf eine vernünftige Zukunft, meinte der in Sande lebende Landespolitiker.

Altersarmut und die Lohnentwicklung gehörten zu den weiteren Bereichen, deren Entwicklung Lies anprangerte. Nicht nur die älteren Bürger, sondern auch viele Berufstätige, insbesondere die Frauen, bekämen keine gerechte Bezahlung für ihre Arbeit. Oftmals müssten sie zwei Jobs ausüben, um überleben zu können. Dabei räumte der SPD-Mann die Beteiligung der Sozialdemokratie an der gesellschaftlichen Veränderung ein: „Hier müssen wir ein Stück weit wieder umkehren.“

Mit vier Schritten will Lies die Verhältnisse in Niedersachsen 2013 umkehren: Glaubwürdigkeit in die eigenen Aussagen und das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen. „Wir müssen unsere Vorstellung von der Gesellschaft glaubhaft vermitteln.“ Dabei will der 44-Jährige die Nichtwähler mobilisieren, an die Wahlurne zu gehen. Stark machen will sich der Diplomingenieur für den weiteren Weg der Inklusion, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhielten, für würdevolle Bezahlung und Arbeitszeiten der Frauen insbesondere im Einzelhandel und für die Stärkung der Kommunalpolitik anstelle der Privilegierung von Bauvorhaben wie Biogasanlagen.

Als Delegierter für die Landesvertreterkonferenz im Juli in Hameln wurde Dr. Hermann Bergmann (Cloppenburg) und als Vertreter Sebastian Hüstege (Essen) gewählt.

Unterbezirksvorsitzende Renate Geuter ehrte gemeinsam mit Lies folgende langjährigen Mitglieder – 40 Jahre: Karl-Peter Schramm (Saterland), Wolfgang Körschgen (Cloppenburg), Berti Kapels (Friesoythe), Hans-Jürgen Kunze (Kampe), Uschi Nüdling (Barßel) und Theo Bruns (Molbergen).

25 Jahre: Bernd Roder, Hans-Dieter Michalik und Hans-Dieter Frank (beide Bösel), Hildegard Meyer (Barßel), Hella und Josef Struth (beide Garrel), Hildegard Meyer, Herbert Janssen und Renate Geuter (alle Friesoythe), Alois Niemann (Löningen), Werner Neumann (Emstek).