CLOPPENBURG - Die Überwachung der „Linken“ durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz hat deren Fraktionsvorsitzende im Landtag, Kreszentia Flauger, jetzt bei einer Veranstaltung im Cloppenburger Wirtshaus „Zum Löwen“ scharf kritisiert. Eine schriftliche Anfrage im Landtag dazu – so Flauger – sei erst nach fünf Wochen von Innenminister Uwe Schünemann beantwortet worden – und das mit „einer mehr als dünnen Begründung für die Rechtsgrundlage“.

Der Minister habe – so Flauger weiter – Begriffe wie das „Marxsche Basis-Überbaumodell“ ins Spiel gebracht und der „Linken“ die Absicht unterstellt, Eigentumsverhältnisse verändern zu wollen. „Wir brauchen keine Stasi in Niedersachsen”, kommentierte „Linke“-Kreisvorsitzender Michael von Klitzing. Aus Angst um den Arbeitsplatz oder vor anderen Nachteilen müssten Menschen, die sich zu den „Linken“ bekennen wollten, „über eine Portion Mut verfügen“.