CLOPPENBURG - Die Sportvereine in der Stadt Cloppenburg erhalten mehr Geld. Einstimmig hat am Montagabend der Stadtrat die Anpassung der Sportförderungsrichtlinien beschlossen. Demnach steigt der Zuschuss zu den Bewirtschaftungskosten von Sportanlagen von 2,50 auf vier Euro pro erwachsenem Mitglied und von zehn auf 13 Euro pro Mitglied unter 18 Jahren. Jugendliche Vereinssportler, die nur am Trainingsbetrieb teilnehmen, werden statt drei mit vier Euro bezuschusst, für Sportler unter 18 Jahren, die auch an Wettkämpfen teilnehmen, zahlt die Stadt 13 statt zehn Euro.

Die Finanzierung der Betreuung von schulpflichtigen Kindern wollen die Politiker genauer unter die Lupe nehmen. Dazu soll die Stadtverwaltung nun zunächst eine Gegenüberstellung der Kosten von Hortplatz pro Kind und der Defizitfinanzierung des Ganztagsbetreuungsangebots pro Schüler ausarbeiten. Darin herrschte am Montagabend Einigkeit unter den Stadtratsfraktionen.

Dem Ansinnen von Martina Reichel-Hoffmann (Grüne), über die Gegenüberstellung bereits in der nächsten Schulausschuss-Sitzung am 17. Januar zu beraten – 14 Tage vorher sollten die Unterlagen den Ausschussmitgliedern vorgelegt werden –, entgegnete Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, dass das in der Kürze der Zeit nicht zu machen sei. Stattdessen einigte sich das Gremium einstimmig darauf, die Schulausschuss-Sitzung um zwei Wochen nach hinten zu verlegen.

Über den ursprünglich zu Grunde liegenden Antrag, nach dem die Verwaltung das nachmittägliche Betreuungsangebot an der Paul-Gerhardt-Schule organisieren sollte, konnten die Ratsmitglieder allerdings nicht befinden: Karl Kleier (CDU) hatte diesen auch im Namen seiner ehemaligen Fraktionskollegen Josef Kuper und Rita Jansgers zurückgezogen. Die Mehrheit im Fachausschuss hatte den Antrag bereits abgelehnt.

Einstimmig verabschiedet haben die Ratsmitglieder das „Audit familiengerechte Kommune“. Darin sollen für die Stadt Cloppenburg etwa familienpolitische Strategien entwickelt, vorhandene Aktivitäten gebündelt und abgestimmt werden. Zudem soll die Kooperation zwischen Kommune und Bürger intensiviert werden. Durchgeführt wird das Audit von der Bertelsmann-Stiftung. Diese trägt auch die Hauptlast in Höhe von 20 000 Euro, die Stadt lediglich 3000 Euro.

Die neu gebauten Wirtschaftswege parallel zur B 72 zwischen Cloppenburg und Varrelbusch werden auch künftig „Friesoyther Straße“ heißen, entschied der Rat.

Einstimmig haben die Ratsmitglieder den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan für die Freesienstraße aufgestellt. Nördlich und südlich der Freesienstraße im Stadtsüden soll auf einer Fläche von rund 15 Hektar ein neues Baugebiet entstehen. Dort sollen 130 Grundstücke von etwa 650 Quadratmetern für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser vorgehalten werden.