Cloppenburg - Nach fast 21 Jahren ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Cloppenburg, Ursula Brokamp, bei der Ratssitzung am Montag verabschiedet worden. Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) überreichte ihr zum Abschied einen Strauß Blumen und ein Geschenk. Neue hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte ist seit dem 1. Oktober Irene Keller. Die 31-jährige Cloppenburgerin ist in den vergangenen zwei Jahren in Elternzeit gewesen und hat zuvor bei einem Lebensmitteldiscounter im Warengeschäft gearbeitet. Dort hat sie parallel ein Fernstudium (BWL, Schwerpunkt Personalmanagement) belegt.

Brokamp war vom 1. November 1996 bis zum 31. Dezember 2005 hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte gewesen, bevor ihre Stelle am 1. Januar 2006 in eine ehrenamtliche Tätigkeit umgewandelt wurde. Zwei Dinge lagen ihr immer besonders am Herzen: Zum einen waren das die Berufsfindungsseminare für Mädchen und junge Frauen im Frühjahr sowie die Märchenabende im Dorfkrug des Museumsdorfs im Herbst/Winter. Beide Veranstaltungen wurden fast jedes Jahr über die Bühne gebracht. Brokamp hat fünf Kinder und zwölf Enkelkinder, für die sie jetzt mehr Zeit hat. Außerdem kocht sie weiterhin ehrenamtlich mit den Kindern in der Ganztagsschule in Cappeln.

ð  Derweil sprach sich der Rat einstimmig dafür aus, die schwächelnden Rummel-Veranstaltungen Junimarkt und Mariä-Geburtsmarkt wieder attraktiver zu gestalten. Ideen erhoffen sich die Politiker von externen Eventagenturen, die die Märkte künftig organisieren könnten. Deshalb wurde die Verwaltung beauftragt, einen Vorschlag für die Gestaltung einer Ausschreibung zu erarbeiten. Diese soll dem Fachausschuss zur Diskussion vorgelegt werden, darüber hinaus soll die Verwaltung erste in Frage kommende Agenturen ausfindig machen.

Bürgermeister Wiese riet davon ab, dem Schaustellerverein Cloppenburg/Vechta die Organisation zu übertragen, der Verein hatte sich darum schriftlich bei der Stadt beworben. „Das halte ich nicht für den richtigen Weg“, so der Verwaltungschef.

ð  Einstimmig votierten die Räte für folgende Beschlussvorschläge des Verwaltungsausschusses. Der Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung erhält ab sofort einen Zuschuss von jährlich circa 13 500 Euro. Die Stichstraßen der Mozartstraße werden mit sofortiger Wirkung dem öffentlichen Verkehr gewidmet.

ð  Die Überquerungsmöglichkeiten der Friesoyther Straße im Bereich der Inselstraße zur Bunzlauer Straße und der Löninger Straße sowie der Löninger Straße im Bereich Warthestraße zur Alten Löninger beziehungsweise der Anemonenstraße sollen unter Sicherheitsaspekten überprüft werden. Einen entsprechenden Antrag hatte die CDU-Fraktion gestellt. Zudem soll die Ampelschaltung an der Kreuzung Osterstraße/Hagenstraße daraufhin überprüft werden, dass die Freigabe für Fußgänger und Radfahrer parallel zum Kraftfahrzeugverkehr automatisch in jedem Umlauf erfolgt.

ð  Mehrheitlich abgelehnt hat der Stadtrat einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, die Parkdauer auf dem befestigten Teil des Marktplatzes vor der Roten Schule von zwei auf drei Stunden zu erhöhen. Neun Räte hatten für den Antrag gestimmt. Einer enthielt sich.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland