Cloppenburg - Immer mehr Menschen zieht es dauerhaft nach Cloppenburg. Ein positives Zeichen für die Stadt und die Region. Parallel steige auch das Verkehrsaufkommen. „Im Alltag fällt auf, dass die Verkehrsinfrastruktur der Stadt offenbar langsam an ihre Grenzen kommt. Ein Ärgernis für viele Bürger, vor allem bei den häufigen Straßensperrungen“ so die stellv. Vorsitzende der Jungen Union (JU) in Cloppenburg, Katharina Emke.
Durch verschiedene politische Initiativen werde der Fahrradverkehr im Stadtgebiet immer weiter priorisiert. Dies zeige sich zum Beispiel durch die erste Fahrradstraße an der St.-Andreas-Kirche. Hierdurch konzentriere sich der Autoverkehr vermehrt auf nur wenige Straßen. „Obwohl die Entwicklung als Fahrradstadt positiv zu sehen ist, darf der Autoverkehr nicht benachteiligt werden. Die erste Fahrradstraße zeigt deutlich, dass dies jedoch leider der Fall zu sein scheint. Besonders aus dem Galgenmoor wird es nun schwieriger mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren“, erklärt JU-Vorsitzender Lukas Görner.
Um den innerstädtischen Straßenverkehr zu entlasten, falle dem Bau der Südtangente hierbei eine zentrale Rolle zu. Als Gegenstück zur Umgehungstraße im Norden könne so der Verkehr im Süden um das Stadtgebiet geleiten werden. „Durch den Bau der Südtangente kann der Stadtverkehr erheblich reduziert werden. Für Fahrrad- und Autofahrer wird die Situation in der Innenstadt entspannter“, erklärt Emke.
Nicht von der Hand zu weisen ist laut der Jungen Union der Sicherheitsaspekt. Die Reduktion von Autoverkehr im Stadtgebiet helfe, die Gefahr von Unfällen zwischen Rad- und Autofahrern zu reduzieren. Auch aus ökologischer Sicht sehen die Mitglieder der Jungen Union die Südtangente positiv. „Es ist ökologischer den Verkehr um die Stadt zu leiten, als ihn durch die Stadt zu führen, was im Interesse aller Bürger sein sollte“, sagt JU-Mitglied Johannes Hauke.
„Cloppenburg muss die Verkehrsinfrastruktur auf die bestehenden und zukünftigen Gegebenheiten anpassen“, fasst Görner zusammen. „Es darf nicht ignoriert werden, dass zahlreiche Cloppenburger auf ihr Auto angewiesen sind. Die städtische Politik ist angehalten auch deren Interessen zu wahren.”
