Hannover - Niedersachsen wollte Anfang März die Schulen wieder öffnen. Vier Wochen bis zum Beginn der Osterferien am 29. März sollten Schülerinnen und Schüler in geteilten Klassen unterrichtet werden, hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) Anfang Februar angekündigt. Daraus wird nun nichts. Das Land wolle zunächst die Bund-Länder-Gespräche am kommenden Mittwoch, 3. März, abwarten, kündigte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Dienstag an. Damit wäre eine Rückkehr an die Schulen und das Ende der Notbetreuung in den Kitas frühestens am 8. März möglich.
Derzeit werden nur Grundschüler und Abschlussklassen jeweils in geteilten Klassen unterrichtet. An den Kitas ist eine Notbetreuung bis zu 50 Prozent der Gruppenstärke möglich. Weil das Infektionsgeschehen derzeit noch auf hohem Niveau stagniere, habe das Land weder den Enthusiasmus noch den Mut, weitere Öffnungen vorzunehmen, erklärt Pörksen. Landesweit lag die Sieben-Tages-Inzidenz bei 66,5 Infektionen pro 100 000 Einwohner. Am Dienstag der Vorwoche lag die Zahl bei 67,0. Scharfe Kritik kam von der FDP-Opposition. Mit diesem Kultusminister gebe es „keine Planungssicherheit für die Familien“, so Björn Försterling.
Derweil bereitet das Land Corona-Schnelltests für Beschäftige an Schulen und Kitas sowie für Schülerinnen und Schüler vor. Derzeit gebe es Abstimmungsgespräche, so die Vizechefin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder. Es sollten „so schnell wie möglich“ zertifizierte Selbsttests bestellt werden.
