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NWZonline.de Nachrichten Politik

CSU-Schlammschlacht um uneheliche Kinder

24.05.2007

BERLIN /MüNCHEN Redaktion Berlin

Neuer Höhepunkt in der Schlammschlacht um die Nachfolge von CSU-Chef Edmund Stoiber: Nach den Berichten über eine außereheliche Liebesaffäre von Bundesverbraucherschutzminister und CSU-Vize Horst Seehofer gibt es jetzt Wirbel um CSU-Generalsekretär Markus Söder und dessen uneheliche Tochter.

In der Zeitschrift „Bunte“ erhebt die Mutter von Söders unehelicher achtjähriger Tochter Gloria Sophie schwere Vorwürfe gegen den CSU-Politiker. Der CSU-Generalsekretär, der seit siebeneinhalb Jahren mit Karin Baumüller-Söder verheiratet ist, kümmere sich kaum um sein uneheliches Kind. Er sehe seine Tochter „höchstens alle drei oder vier Monate“, obwohl die Villa der Familie Söder in Nürnberg nur 20 Minuten von ihrer Wohnung entfernt sei, kritisierte die 39-jährige Medienkauffrau Ulrike B. „Gloria leidet sehr darunter, dass sie ihren Papa immer nur für ein paar Stunden sehen darf“, kritisiert sie. Tochter Gloria Sophie wurde im Dezember 1998 geboren. „Markus hat mich und das Baby nicht im Krankenhaus besucht. Zwei Wochen nach der Geburt hat er sich bei mir gemeldet“, klagt Ulrike B.

Der CSU-Generalsekretär ist seit Dezember 1999 mit seiner Frau Karin verheiratet, die im Februar 2000 eine erste Tochter zur Welt brachte. Inzwischen erwartet das Ehepaar sein drittes Kind. Von der Hochzeit habe die Mutter seines unehelichen Kindes aus der Zeitung erfahren, erklärt die alleinerziehende Mutter. Kennen gelernt hätten sich beide 1991 in einem Sonnenstudio: „Er war meine große Liebe. Früher war er ein toller Typ.“

Im Streit um die Schaffung neuer Krippenplätze hatte Söder zuletzt noch auf die Bewahrung traditioneller Werte gepocht: „Natürlich haben wir feste Grundwerte, die wir auch als Idealziel festschreiben. Ehe und Familie sind das, was sich die meisten Menschen für ihr Leben wünschen“, so der CSU-General. „Zu unserer bürgerlichen Toleranz gehört, dass wir unsere Werte haben und danach leben wollen“, sagte Söder – ein unverblümter Seitenhieb gegen CSU-Vize Seehofer.

Erst die Indiskretionen über das Privatleben von Seehofer, jetzt der Bericht über Söders Familienleben – in der CSU wird mit allen Mitteln gekämpft. Während Seehofer im September für das Amt des CSU-Chefs gegen Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber kandidieren will, wird Söder für den Posten des Bayerischen Umweltministers gehandelt. Seine Tage als Generalsekretär dürften gezählt sein. Weder Huber noch Seehofer würden sich für ihn als Parteimanager entscheiden, heißt es in Parteikreisen.

Ausgerechnet von Seehofer erhält Söder jetzt Schützenhilfe: „Privat ist privat, das gilt jetzt auch für Markus Söder“, sagte Seehofer dieser Zeitung. Darüber hinaus werde er sich nicht äußern.

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