Friesoythe - Der Außenbereich des Jugendzentrums Wasserturm in Friesoythe hat mit einem Treffpunkt für junge Leute derzeit nichts zu tun. Er ist ein mit grauen Betonsteinen gepflasterter Parkplatz. Das wird sich jetzt bald ändern. Die Fläche hinter dem Gebäude an der Bahnhofstraße soll so gestaltet werden, dass sie zu einem Jugendzentrum passt – und zwar nach den Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen der Stadt Friesoythe (siehe auch Infokasten).
Eine Jugendgruppe der Stadt sucht ganz dringend ein neues Zuhause. Ihre alte Wirkungsstätte ist in einem desolaten Zustand. „Die Bahn ist eigentlich nicht mehr zu gebrauchen. Löcher, scharfe Kanten – hier kann keiner mehr ordentlich fahren“, sagt Skater Mario Werner aus Friesoythe. Damit meint er die Skaterbahn hinter der Realschule. „Ich skate seit zehn Jahren, und von Anfang bot diese Anlage den Jugendlichen in der Stadt nicht viel“, so Werner. Das Hauptproblem sieht der 23-Jährige darin, dass damals niemand mit den Jugendlichen gesprochen habe: „Wenn man sich die Bahn anguckt, kann die nicht von Fachleuten gebaut worden sein. Jede vernünftige Skaterbahn ist heutzutage aus Beton.“
So ist ein neuer Skatepark ein guter Kandidat für den Platz hinterm Jugendzentrum. Dieser soll jetzt mit Hilfe von Jugendlichen gestaltet werden. „Ich könnte mir eine Bahn am Jugendzentrum vorstellen, doch dann müssen wir von Anfang an in die Planung involviert sein. Viele Jugendliche in Friesoythe haben Interesse am Skaten, doch mangels einer vernünftigen Bahn haben viele ihr Hobby aufgegeben“, so Werner.
Sich für eine neue Skaterbahn einsetzen – das wollen auch die Friesoyther Jungsozialisten. „Fast jeden Tag sehe ich in der Stadt gleich mehrere Jugendliche mit dem Board fahren. Der Bedarf ist da und sollte dringend gedeckt werden“, sagt Sönke Baumdick, Vorsitzender der Jusos. Diese haben jetzt einen Antrag an den Stadtrat gestellt. Darin favorisieren sie eine Fläche hinter dem Aquaferrum. „Diese Stelle ist ideal, aber nur, wenn die Nutzer frühzeitig in die Planung eingebunden werden“, sagt Juso-Mitglied Eike Baran. Zur Finanzierung schlägt die Gruppe Mittel aus dem Leader-Programm Soesteniederung für den Haushalt 2016 vor. „Wichtig ist, dass jetzt etwas getan wird und die Stimme der Nutzer eine Rolle spielt. Langfristig soll der Park noch durch weitere Sportangebote erweitert werden“, so Baran.

