Munderloh - Langjährige Mitglieder haben die Hatter Christdemokraten auf ihrer Weihnachtsfeier im Restaurant „Zur Mühle“ in Munderloh geehrt. Vorsitzender Manfred Huck gratulierte mit Manfred Zemke, Norbert Marks-Marx und Ludger Richter gleich drei Jubilaren. Eine besondere Ehrung gab es für Zemke, der für 50 Jahre Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel erhielt, zudem eine von Angela Merkel als Bundesvorsitzende unterschriebene Ehrenurkunde. Die silberne Ehrennadel mit Urkunde nahm Norbert Marks-Marx entgegen, zehn Jahre Mitglied ist Ludger Richter.
Der heutige Ruheständler Manfred Zemke, Urgestein der Hatter CDU, trat 1964 in die Partei ein und stand von 1970 bis 1983 als Vorsitzender an der Spitze des CDU-Gemeindeverbandes. Seit dem 1. November 1972 hatte Zemke ununterbrochen einen Sitz im Rat der Gemeinde Hatten. Von 1972 bis 1976 war er auch 1. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde und führte von 1972 bis 1991 die CDU-Ratsfraktion. Diese Aufgabe übernahm er erneut vom September 1993 bis zum Ausscheiden im Juni 2004.
Seit Beginn seiner kommunalpolitischen Tätigkeit bestimmt der langjährige CDU-Fraktionschef über den Verwaltungsausschuss die Geschicke der Gemeinde mit. Seit 1981 gehört er dem Finanzausschuss an. Hattens Bauleitplanung hat er in den zuständigen Fachausschüssen von 1972 bis 1996 und seit 2000 begleitet. Mitglied des Kreistags war Zemke von 1981 bis 1996. Für sein kommunalpolitisches Engagement wurde der Sandkruger am 30. September 1986 mit dem Wappenteller der Gemeinde ausgezeichnet. Im Februar 1995 erhielt er in Anerkennung seiner Leistungen für die Partei den „Konrad-Adenauer-Teller“, am 16. November 2004 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Hatter CDU gewählt.
Verdient gemacht hat sich Zemke um die Partnerschaft mit der Gemeinde Auvers-le-Hamon in Frankreich. Auch dem deutsch-deutschen Miteinander widmete er sich: Anfang der 90-er Jahre initiierte er intensive Kontakte zu Kommunen in den neuen Bundesländern. Eine besonders enge Verbindung entwickelte sich hieraus zur Stadt Bad Sulza in Thüringen, die für Zemke inzwischen zur zweiten Heimat geworden ist.
Für seine Leistungen im Dienste der Allgemeinheit erhielt Manfred Zemke im Auftrag des Bundespräsidenten Horst Köhler am 28. September 2005 im Ratssaal in Kirchhatten das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik.
