DARRY/PLAUEN - Die Familientragödien mit fünf getöteten Kindern im schleswig-holsteinischen Darry und drei ermordeten Säuglingen in Plauen hat Entsetzen und eine erneute Debatte über den Schutz von Kindern ausgelöst. Kanzlerin Angela Merkel plädierte für eine „Kultur des Hinsehens“. Alle müssten dafür sorgen, „dass Kinder eine gesicherte Zukunft haben“.

Ähnlich äußerte sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). „Wir müssen uns als Gesellschaft verantwortlich dafür fühlen, nicht wegzuschauen, wenn Familien in der Nachbarschaft verzweifelt sind.“ Die Ministerin forderte verbindliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder.

Der Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Direkt, Georg Ehrmann, wies auf „ein gesellschaftliches Grundproblem“ hin. Kinder würden „in die Ecke geschoben und als Störenfriede wahrgenommen“.

Am Mittwoch waren in Darry die Leichen der drei bis neun Jahre alten Jungen im Haus der Familie gefunden worden. Sie waren mit Schlafmitteln betäubt und erstickt worden. Die Mutter wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. „Wir beschuldigen sie des fünffachen Mordes, allerdings im Zustand der vollständigen Schuldunfähigkeit“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick.

Bei der Obduktion der drei in Plauen entdeckten toten Babys fanden die Ermittler keine äußeren Zeichen für Gewalt. Die Mutter bestreitet, ihre Kinder „aktiv“ getötet zu haben.

Kommentar, s.4

hintergrund, s.8

Die Familientragödien mit fünf getöteten Kindern im schleswig-holsteinischen Darry und drei ermordeten Säuglingen in Plauen hat Entsetzen und eine erneute Debatte über den Schutz von Kindern ausgelöst. Kanzlerin Angela Merkel plädierte für eine „Kultur des Hinsehens“. Alle müssten dafür sorgen, „dass Kinder eine gesicherte Zukunft haben“.

Ähnlich äußerte sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). „Wir müssen uns als Gesellschaft verantwortlich dafür fühlen, nicht wegzuschauen, wenn Familien in der Nachbarschaft verzweifelt sind.“ Die Ministerin forderte verbindliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder.

Der Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Direkt, Georg Ehrmann, wies auf „ein gesellschaftliches Grundproblem“ hin. Kinder würden „in die Ecke geschoben und als Störenfriede wahrgenommen“.

Am Mittwoch waren in Darry die Leichen der drei bis neun Jahre alten Jungen im Haus der Familie gefunden worden. Sie waren mit Schlafmitteln betäubt und erstickt worden. Die Mutter wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. „Wir beschuldigen sie des fünffachen Mordes, allerdings im Zustand der vollständigen Schuldunfähigkeit“, sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick.

Bei der Obduktion der drei in Plauen entdeckten toten Babys fanden die Ermittler keine äußeren Zeichen für Gewalt. Die Mutter bestreitet, ihre Kinder „aktiv“ getötet zu haben.

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