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NWZonline.de Nachrichten Politik

Das Desaster hat Berlin erreicht

08.02.2020

Das Machtwort wirkt nicht. Annegret Kramp-Karrenbauers nächtliche Krisen-Mission offenbarte ihre Führungsschwäche.

Der Versuch, den Weg für Neuwahlen in dem ostdeutschen Bundesland frei zu machen ist gescheitert. Ihr Landesverband in Thüringen hat sie erst einmal auflaufen lassen, denkt nicht daran, der CDU-Chefin zu folgen.

Die Thüringen-Wahl und ihre Folgen entwickeln sich für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer immer mehr zum Desaster.

Erst kam das schwache Ergebnis an der Wahlurne, dann die Frage nach dem Umgang mit der Linkspartei und einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung und schließlich folgte als Krönung der Tabubruch bei der Wahl des Ministerpräsidenten gemeinsam mit der FDP und den Stimmen der AfD.

Von klarer Führung Annegret Kramp-Karrenbauers war nicht viel zu erkennen. Zuletzt musste sich gar Kanzlerin Angela Merkel aus dem fernen Afrika einschalten, um endgültig Klarheit zu schaffen, die ihre Nachfolgerin als CDU-Chefin vermissen ließ.

Hatte es ohnehin schon Zweifel in ihrer Partei gegeben, ob sie die richtige für die Kanzlerkandidatur ist, sind diese jetzt noch größer. FDP-Chef Christian Lindner ist es immerhin gelungen, schnell Schadensbegrenzung auch in eigener Sache zu betreiben und Schlimmeres nach dem Tabubruch seiner Partei in Erfurt zu verhindern.

Mit der überstandenen Vertrauensfrage und ein wenig Selbstkritik hat der Liberale vorerst seine Position wieder gefestigt und einen Aufstand abgewendet.

Doch hat es auch FDP-Chef Christian Lindner an politischem Instinkt und an Führungsqualitäten vermissen lassen, als er zunächst zuließ oder gar mit dafür sorgte, dass die
FDP in Thüringen die Grenze überschritten und ihren Kandidaten von der AfD zum Ministerpräsidenten wählen lassen hat.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Christian Lindner mögen sich Zeit und Luft verschafft haben. Doch die nächste Krise, der nächste Fehler kommt bestimmt.


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