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NWZonline.de Nachrichten Politik

Das passt Russland gar nicht

18.04.2015

Moskau Russland hat die Ankunft von 300 US-Militärausbildern in der Ukraine als eine Gefahr für die Konfliktlösung kritisiert. Solche „Spezialisten“ in einem Land mit einem inneren Konflikt seien nicht hilfreich, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag. „Im Gegenteil, sie können die Lage destabilisieren“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Der US-Botschafter Geoffrey Pyatt in Kiew veröffentlichte bei Twitter Bilder von der Ankunft der Uniformierten in der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg).

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will an diesem Montag (20. April) in der Westukraine selbst den Startschuss geben für das Militärmanöver Fearless Guardian (Furchtloser Wachmann). In diesem Jahr sind mehrere Übungen dieser Art geplant. Die US-Einheiten der 173. Luftlandebrigade sind während ihres Einsatzes im Internationalen Zentrum für Friedenssicherung und Sicherheit in Jaworiw nahe Lwiw stationiert.

„Wir werden Kurse zur Kriegsführung abhalten sowie Training, um die Professionalität des militärischen Personals zu erhalten und zu erhöhen“, sagte der US-Major Jose Mendez einer Mitteilung zufolge. Die US-Einheiten sollen ein halbes Jahr an Ort und Stelle bleiben. In diesem Sommer werden zudem 200 kanadische Militärausbilder dort erwartet. Sie sollen sich bis März 2017 in der Ex-Sowjetrepublik aufhalten.

Nach ukrainischen Angaben sollen zunächst rund 900 Kämpfer der Nationalgarde in den kommenden Monaten die US-Ausbildung durchlaufen. Jeder Kurs mit 300 Soldaten dauere 8 Wochen, teilten die Behörden in Kiew mit. Das Militär soll auf den Kampf gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine vorbereitet werden. Zuvor hatten auch Dutzende britische Militärausbilder im Süden des Landes Lehrprogramme begonnen.

Trainiert würden unter anderem eine angemessene Reaktion auf Feuer des Gegners sowie die medizinische Versorgung von Verletzten, sagte der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko in Kiew. Waffen hätten die US-Ausbilder nicht mitgebracht, betonte er. Bilder des US-Botschafters zeigten allerdings schwer bewaffnete Soldaten bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen in Lwiw. „Das ist eine ausschließlich methodische Hilfe, die das Ziel hat, unseren Soldaten zusätzliche Erfahrungen für militärische Einsätze zu vermitteln“, sagte er.

In der umkämpften Ostukraine werfen sich Regierungstruppen und Separatisten gegenseitig vor, sich für neue Kämpfe zu rüsten. Bisher sind bei dem Konflikt mehr als 6000 Menschen gestorben. Die ukrainische Führung hatte immer wieder angekündigt, die abtrünnigen Gebiete Luhansk und Donezk wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Staatschef Poroschenko hofft, dass die EU-Staaten und die USA ihre militärische Hilfe noch deutlich ausweiten. Vor allem fordert die Ukraine Waffenlieferungen.

Russland hatte der Ukraine wiederholt vorgeworfen, den Mitte Februar in Minsk vereinbarten Friedensplan nicht umzusetzen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisiert, dass beide Konfliktseiten immer wieder gegen die in dem Abkommen vereinbarte Waffenruhe verstoßen.

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