DEN HAAG - Der Terrorverdacht gegen fünf der zwölf an Heiligabend in Rotterdam festgenommenen Somalier hat sich nicht bestätigt. Das teilte die niederländische Staatsanwaltschaft am Sonntag nach weiteren Vernehmungen der Festgenommenen mit. Mit ihrer Freilassung wurde noch am Sonntag gerechnet.
Die Festnahmen waren erfolgt, nachdem der Geheimdienst AIVD gewarnt hatte, dass mehrere Somalier in Kürze einen terroristischen Anschlag in den Niederlanden verüben wollen.
Angehörige und Freunde der Festgenommenen hatten bereits am Sonntag beteuert, dass die Männer im Alter zwischen 19 und 48 Jahren unschuldig seien.
Die Staatsanwaltschaft will an diesem Montag oder am Dienstag bekanntgeben, ob sie gegen die noch inhaftierten Männer Anklage erhebt. Die Verdächtigen würden dann einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden, hieß es.
Bei den Razzien beschlagnahmten die Terrorismusbekämpfer elf Computer. Sie fanden aber weder Waffen noch Sprengstoff. Ein Anschlagziel wurde bislang nicht bekannt.
Die offizielle Terrorwarnung für die Niederlande, die seit längerem auf „begrenzt“ steht, wurde nicht erhöht. Eine akute Bedrohung sei durch die Festnahmen abgewendet worden, sagte ein Sprecher der Behörde zur Koordinierung der Terrorismusbekämpfung (NCTB).
