Elsfleth - Die Rollende Redaktion der NWZ war auf Tour und machte am Samstag bei der Gewerbeschau in Elsfleth Station. Im Gespräch mit NWZ -Redakteur Ulrich Schlüter konnten Bürger ihre Meinung sagen, Anregungen geben und Verbesserungsvorschläge vortragen.

Was gefällt an Elsfleth besonders gut? „Elsfleth hat einen Bahnhof. Das ist ein Standortvorteil“, sagte Uwe Schulz (67), der aus Rodenkirchen angereist war. Der Stadlander kennt sich jedoch aus. Für ihn ist Elsfleth ein Ort mit sehr viel Charme und Wohlfühlcharakter. Das hat einen ganz besonderen Grund: „Meine drei Enkelkinder Lina, Femke und Eske wohnen hier“, freut sich der stolze Opa, der gern mit dem Fahrrad die Region erkundet.

Neben den Enkelkindern hat ihn die Gewebeschau nach Elsfleth gelockt. Der Besuch von Messen sei ein Hobby von ihm, sagte der Rentner.

Auch Heino Köhrmann (75), der seit mehr als 40 Jahren in Elsfleth zu Hause ist, hält einen Bahnhof für sehr wichtig. Es sei vorteilhaft, nicht immer nur auf das Auto angewiesen zu sein, und die regelmäßige Bahnverbindung nutzen zu können. „Es ist gemütlich. In Elsfleth lässt es sich gut leben“, betont der 75-Jährige, der jedoch einen Wermutstropfen gefunden hat: „Die Fußgängerzone ist tot“, sagte er. Das lasse sich wohl nicht mehr ändern.

Ist das Angebot auch für Studenten ausreichend? Jochen Senn (23) ist skeptisch. Zwar seien viele Studenten an der Jade Hochschule aktiv, würden Sport treiben oder sich für die „Lissi“ engagieren, so der Nautik-Student. Als Hochschulstandort für Nautiker sei Elsfleth sicherlich erste Wahl, aber der Einzelhandel habe sich weitgehend aus der Fußgängerzone zurückgezogen. Zum Einkaufen, beispielsweise von Textilien, führen Studenten eher nach Bremen und Oldenburg. Die Ansiedlung von Edeka begrüßte der Student – wie auch die anderen Gäste, die am Stand der Nordwest-Zeitung vorbeischauten.