Der Frust bei den Ratsmitgliedern der kleinen Stadtratsfraktionen und den beiden Einzelratsherren in Elsfleth ist offensichtlich groß. Sie fühlen sich von wichtigen Informationen abgeschnitten und von der CDU/SPD-Mehrheitsgruppe nicht ernst genommen. Der Zusammenschluss der kleinen Fraktionen und Einzelratsherren zu einer Gruppe ist nun die Antwort – und die ist eine deutliche Kampfansage sowohl an die Verwaltung mit Bürgermeisterin Traute von der Kammer an der Spitze als auch an die CDU/SPD-Gruppe.

Künftig wird die neue Gruppe zwei Ausschussvorsitze haben und damit deutlich stärker die Themen setzen können. Und sie will, das ist erklärtes Ziel, eigene Vorstellungen umsetzen und nicht nur Verwaltungsvorlagen abnicken.

Die Mitglieder der Mehrheitsgruppe sollten diese Kritik sehr ernst nehmen, wenn sie bei der Kommunalwahl in elf Monaten nicht eine böse Überraschung erleben wollen. Die Bürger wollen Beteiligung und Transparenz. Hinterzimmerpolitik wird überall abgewählt. Zu Recht.