Berlin - Die seit 2006 mit Milliardenaufwand vorangetriebene Exzellenzinitiative von Bund und Ländern für herausragende Wissenschaft hat Hochschulen und Forschungseinrichtungen enorm gestärkt. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag in Berlin vorgestellte „Förderatlas“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Bei der Einwerbung von Fördergeldern (Drittmitteln) seien die 45 an der Exzellenzinitiative beteiligten Universitäten im Zeitraum der Studie (2011 bis 2013) mit mehr als drei Vierteln vom Gesamtbetrag besonders erfolgreich gewesen, sagte DFG-Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek. So seien 2012 von 6,76 Milliarden Euro Drittmitteln für die insgesamt 427 Hochschulen in Deutschland allein 5,14 Milliarden Euro an die Exzellenz-Unis gegangen.

Die Bedeutung von Drittmitteln für die Finanzierung von Forschungsprojekten sei weiter gestiegen, sagte DFG-Generalsekretärin Dzwonnek. So erhielten die Hochschulen im Untersuchungsjahr 2012 rund 17,5 Milliarden Euro an Grundmitteln – der Anteil von Drittmitteln an der Gesamtfinanzierung der Unis stieg damit von 19 Prozent (2003) über 26 Prozent (2010) auf 28 Prozent. Damit bestätige der Förderatlas „leider auch die Diagnose einer Erosion der Grundfinanzierung der Hochschulen“, sagte Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Ulrich Rüdiger.