Berne - In verschiedenen Gremien der Gemeinde Berne ist das Thema Blühstreifen auf Antrag von Bündnis 90/Grüne behandelt worden. Bereits im Dezember 2013 hatten sich alle Fraktionen auf die Bildung eines Arbeitskreises geeinigt. Dieser sollte Vertreter aus allen Naturverbundenen Organisationen und engagierte Privatpersonen zusammenbringen, um ein Konzept zu entwickeln, Feld- und Wegrandstreifen mit Blumensamen zu beschicken. Mit großem Unverständnis und Verärgerung reagiert die Grünen-Fraktion nun auf die Ablehnung ihres Antrages zum Thema „Naturschutz durch Blühstreifen“ in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Gemeinde. SPD und CDU hätten ihren Sinneswandel mit unangemessenen Gründen wie Finanzierbarkeit und Arbeitsaufwand erklärt, ärgert sich Hauke Uphoff-Bartelds.
Unmittelbar vor dieser Abstimmung seien die Ausschussmitglieder von einem Vertreter des Grünlandzentrums über die dramatische Entwicklung der Schmetterlingsarten und der Vogelarten informiert worden. Diese Informationen, sowie auch ein Referat eines Gärtner- und Imkermeisters im Dezember 2013, der die Zusammenhänge von blühenden Pflanzen und dem Überleben von Vögeln und Insekten eindrucksvoll darstellte, seien ohne Wirkung geblieben.
Vergebens war auch ein Hinweis auf Bemühungen von Nachbargemeinden und immer deutlicher werdende Forderungen der Landesregierung, so Uphoff-Bartelds weiter. In Berne bestehe offensichtlich bei den meisten Ratsmitgliedern und bei der Gemeindeverwaltung kein Interesse an blühenden Landschaften. Wichtiger sei es gewesen, eine Erhöhung der Diäten um 200 Prozent durchzusetzen.
Die Fraktion Bündnis 90/ Grüne möchte den Arbeitskreis nun in Eigeninitiative gründen und wird alle Bürger zur Beteiligung aufrufen, sagte Uphoff-Bartelds.
