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NWZonline.de Nachrichten Politik

„Die Unschuldigen sind die Leidtragenden“

13.03.2015

Berlin Nach Worten von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) leiden nicht diejenigen unter dem Klimawandel, die ihn erzeugt haben, sondern die, die nichts dafür können. Regelmäßig würden etwa die Philippinen im Pazifischen Ozean von Tsunamis heimgesucht, sagte die Politikerin beim Besuch der katholischen Sankt Marienschule in Berlin-Neukölln am Donnerstag.

Im Rahmen der Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor, die sich mit dem globalen Klimawandel beschäftigt, übergaben ihr Schüler symbolisch 50 bemalte Bootsruder. Die Ministerin, die selbst katholisch und Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist, würdigte ihr Engagement.

Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel schloss sich dem Lob der Ministerin an. Er forderte die Schüler auf, die Richtung der Zukunft mitzugestalten. Schließlich könne man mit einem Paddel auch den Kurs eines Bootes ändern. Die Marienschule im Berliner Stadtteil Neukölln ist seit einem Jahr Partnerschule des Hilfswerks Misereor.

Vier Schulklassen hatten sich mit den Philippinen beschäftigt und 50 Bootsruder mit Motiven rund um die Folgen Klimawandel bemalt. Zugleich hatten sie über Maßnahmen gegen den Klimawandel diskutiert. Die Ruder sollen versteigert und ein Teil des Erlöses gespendet werden.

Die diesjährige Fastenaktion von Misereor unter dem Motto „Neu denken! Veränderung wagen“ will am Beispiel der Philippinen die Folgen der Erderwärmung verdeutlichen. Der Inselstaat war 2013 von dem Taifun Haiyan heimgesucht worden. Nahezu 8000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden obdachlos. Bis Ostern wird in den rund 10.0000 katholischen Kirchengemeinden in Deutschland für Misereor-Projekte gesammelt, etwa zur Wiederaufforstung und einer Neuausrichtung des Fischereiwesens.

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