DöTLINGEN/LANDKREIS - DÖTLINGEN/LANDKREIS/HEF - Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Saal im Hotel Gut Altona während der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst. Der vierköpfige Vorstand um den Vorsitzenden Helmut Blauth wird für weitere vier Jahre die Geschicke der Jägerschaft lenken.
Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung zweier Mitglieder, die sich um die Jägerschaft besonders verdient gemacht haben. Dr. Gerhard Plate erhielt die Verdienstplakette in Gold der Landes-Jägerschaft Niedersachsen (LJN) für seine als Dammwild-Experte „fachkundigen Bewertungen der Trophäen“. Für seine Vereinstätigkeit und 16-jährige Leitung des Hegerings Wüsting bekam Erich Elsner die Verdienstnadel des LJN in Silber. Hans Hesse wurde zum 50. Geburtstag gratuliert.
Helmut Blauth wird auch in den kommenden vier Jahren die Amtsgeschäfte für den Verein leiten. Ihm zur Seite stehen Rolf Eilers als Stellvertreter, Karl-Wilhelm Jacobi (Schriftführer) und Udo Müller (Schatzmeister). Alle Vorstandsmitglieder wurden ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt.
Kreis-Jägermeister Erich Kreye stellte den Streckenbericht des vergangenen Jahres vor und merkte an, dass die Abschusszahlen zu niedrig seien. Als Beispiel nannte er die Zahlen für Rehwild. „Im Drei-Jahres-Zeitraum 2002 bis 2005 sollten 7936 Rehe erlegt werden. Wir haben jedoch 405 Rehe weniger geschafft“, sagte Erich Kreye. Dadurch habe sich das Soll für 2005 bis 2008 auf 8299 Stück erhöht.
Helmut Blauth forderte alle Jäger auf, sich mehr an der Jagd zu beteiligen. Denn auf Grund der Erhöhung des Wildbestands im Kreis gab es im Jahr 2006 mehr als 800 Wildunfälle. Ebenso sollten die Jäger vermehrt die Möglichkeit annehmen, den Schießstand Altona zu nutzen. Die Anlage sei momentan nur zu 55 Prozent ausgelastet: Auf der Tontauben-Wurfanlage wurden im abgelaufenen Jahr 13 186 Tauben von möglichen 24 000 geschossen.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel war neben Landrat Frank Eger und dem Vize-Präsidenten des LJN, Dietrich Fricke, ein weiterer prominenter Gast bei der Versammlung. Ortel berichtete, dass das Bundes-Jagdgesetz auf Grund der Föderalismus-Reform nun zur „Ländersache“ geworden sei. „Dadurch werden Änderungen enorm erschwert, weil die Entscheidungen über den Bundesrat laufen müssen“, folgerte der Abgeordnete. Die Politik wolle sich weiterhin intensiv für die Jägerschaft einsetzen.
Noch in diesem Jahr werden die Mitglieds-Beiträge erhöht. Der Betrag steigt von 36 auf 54 Euro pro Jahr, eine Steigerung um 18 Euro. „Wir müssen 8 Euro mehr an Landes - und Bundesverband zahlen“, sagte Helmut Blauth. „Und 10 Euro benötigen wir, um das Defizit in der Vereinskasse auszugleichen“, begründete er die Erhöhung. Laut Schatzmeister Udo Müller betrugen die Sollsalden am 31. Dezember 2006 im Kassenbericht 3285,47 Euro.
