Dötlingen/Neerstedt - 23 Asylbewerber leben derzeit in der Gemeinde Dötlingen. Sie kommen aus Pakistan, dem Irak, Syrien und dem Sudan. Bis Sommer werden weitere 24 Personen erwartet, die vor Krieg, Verfolgung und Armut geflüchtet sind und den Schritt in ein ihnen völlig unbekanntes Land wagen. In Dötlingen kooperieren die politische und die kirchliche Gemeinde bei der Betreuung von Flüchtlingen. Gemeinsam möchten sie jetzt eine „Willkommenskultur“ unter dem Motto „Gemeinde Dötlingen heißt Flüchtlinge willkommen“ etablieren.

Elke Brunotte, Sozialamtsleiterin der Gemeinde Dötlingen, und Pastorin Susanne Schymanitz rufen interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu auf, beim Aufbau dieser „Willkommenskultur“ aktiv mitzuwirken. Sie laden zu einem ersten gemeinsamen Treffen am kommenden Dienstag, 17. März, 19.30 Uhr, ins Gemeindezentrum Neerstedt am Schulweg ein.

„Dabei gilt es nicht automatisch, sich gleich langfristig zu engagieren“, betont Schymanitz, dass der Besuch des Abends ohne jede Verpflichtung erfolge. Jeder könne sich nach seiner Zeit und seinen Möglichkeiten einbringen. So könnten Bürgerinnen und Bürger, die eine oder mehrere Fremdsprachen sprechen, eine wertvolle Hilfe sein.

Die Initiatoren wollen durch Toleranz und Akzeptanz und den Aufbau einer aktiv gelebten „Willkommenskultur“ dabei mithelfen, dass ein Ankommen in der Gemeinde gelingt. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch die vom Landkreis Oldenburg finanzierte Flüchtlingssozialbarbeiterin der Diakonie, Stephanie Alkoyun, und Integrationshelfer Adam Tirnna.

Eines der ersten Themen ist die Unterbringung der Flüchtlinge. Die Kommune ist daher laufend auf der Suche nach geeignetem Wohnraum. Die Gemeinde bemüht sich darum, den Asylsuchenden durch eine dezentrale Unterbringung die Integration zu erleichtern, betont Elke Brunotte.