DöTLINGEN - Hut ab, Dötlingen! Mit einer informativ-lockeren Präsentation hat sich das Dorf am Donnerstagnachmittag der Kommission des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vorgestellt. Unter den Begleitern der 90-minütigen Darbietung war auch Jochen Gaul, Vorsitzender der Bezirkskommission 2009. Er hat den direkten Vergleich: „Mir persönlich hat es heute besser gefallen als vor einem Jahr“, so Gaul, der acht der neun Weser-Ems-Teilnehmer in den vergangenen Tagen verfolgte. Er habe viele neue Ideen gesehen, und die Beschränkung bei der Themenauswahl habe die Hektik der Präsentation 2009 vermieden. Einen Tipp, ob Dötlingen bei der heutigen Bekanntgabe der drei Dörfer, die Niedersachsen zum Bundesentscheid meldet, dabei sein könnte, gab er als neutraler Beobachter aber nicht ab. Insgesamt 18 Dörfer haben sich seit dem 18. Mai der neunköpfigen Kommission gestellt.
Auch andere Gäste fanden den Dötlinger Auftritt gelungen. So bezeichnete ihn der stellvertretende Landrat Ernst-August Bode als „super“, Erster Kreisrat Carsten Harings zeigte sich „guter Dinge“ bezüglich des Dötlinger Abschneidens. „Das war sehr gut“, sagte er .
Kaum war die Jury um 15.12 Uhr am Kirchplatz aus dem Bus gestiegen, da sang auch schon der Kinderchor zur Begrüßung. So ging es Schlag auf Schlag weiter. Kurzes Hallo durch den Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins, Eckehard Hautau; dann ein griffiges Statement von Bürgermeister Heino Pauka über „Dötlingen, die Perle des Oldenburger Landes“. Er sprach von einer prosperierenden Gemeinde im ländlichen Raum, die stolz sei auf Dötlingen als Namensgeber. Mit Gunter Oltmann ging es zur Bilderschau in den Tabkenhof, dann zurück zu Pastor Hartmut Lübben und dem Mahnmal an die Opfer der NS-Zeit.
Die Weitergabe des Dorfknüppels symbolisierte für die Gäste den Zusammenhalt im Dorf. Bei der Schule stellten zunächst Kinder mit Leiterin Melanie Kahnt ihre vielen Projekte vor. Dann zauberte Jugenddiakon Jochen Wecker gar zwei Knüppel hervor, damit die Kommission sich kurzzeitig in zwei Gruppen aufteilen konnte. Je nach Interesse gingen die Experten mit zur Jugendarbeit (Wecker) oder zur Gestaltung der Gebäude (Wolfgang Behrends).
Per Rad, im Kremser und zu Fuß waren das Heuerhaus mit Dötlingen-Stiftung, der Ortskern, der Hof Steenken und der Püttenteich weitere Stationen bis zum Endpunkt, dem Lopshof. Überraschungen wie die Geschichte des Püttengeistes (samt ausgeschenktem Hochprozentigem) von Helga Bürster oder zwei Seifenkisten der MSG im Einsatz kamen gut an.
Der Vorsitzende der Kommission, Ralf Gebken vom Landwirtschaftsministerium, hatte sich eingangs auf „90 spannende Minuten“ gefreut. Kurz vor 17 Uhr, als das Abschlussgespräch im Lopshof begann, dürfte diese Erwartung wohl erfüllt worden sein. Jetzt wird es spannend für die Dötlinger: Auf der Heimfahrt beriet die Kommission über das Ergebnis. Die Bekanntgabe der Entscheidung ist heute Mittag ....
