Garrel - Dompropst Kurt Schulte, gebürtig aus Bösel stammend, hat aus Anlass der Adventsfeier des Garreler Landfrauen-Vereins über Papst Franziskus referiert. Zunächst berichtete Schulte aber über seinen Werdegang: 1991 zum Priester geweiht, anschließend Kaplan in Lohne sowie Pfarrer in Dinklage und in Vechta; seit 2013 schließlich als Dompropst des Domkapitels am St.-Paulus-Dom in Münster für die Seelsorge zuständig, aber auch etwa für Renovierungen. Zudem ist er als Leiter des kirchlichen Gerichtes für Eheannullierungen zuständig.

„Macht Wirbel“ – Der Papst vom Ende der Welt und seine „verbeulte“ Kirche: So titulierte Schulte seinen Vortrag über Papst Franziskus. „Ich will keine Sofa-Christen“, zitierte Schulte die Worte des Papstes. Ein Kirchenoberhaupt, das möchte, dass man vorangehe, Wirbel mache und nicht mit Gemütlichkeit das Leben angehe.

Franziskus sei ein Papst für die Armen und Obdachlosen – eine bis ins Äußerste gehende Bescheidenheit. Sein bescheidener Lebensstil gibt es wieder: Ein Papst, der weiterhin im Gästehaus wohnt, in den Speisesaal geht, sich in der Schlange anstellt, selber zum Optiker geht, seine Rechnungen zahlt und seine Aktentasche trägt, ein Papst, der sich unters Volk mischt.

Die erste Reise als geweihtes Kirchenoberhaupt führte ihn auf die Insel Lampedusa vor Sizilien, um für die Flüchtlinge zu beten. Ein Papst, der von den Menschen Selbstreflexion und Bescheidenheit fordere und dabei die Ärmsten nicht vergesse.