DONNERSCHWEE - DONNERSCHWEE/SU - „Wir haben die Befürchtung, dass man unsere Mindest-Raumstandards verschlechtert. Und deshalb wollen wir in Hannover demonstrieren“, sagt Monika Osterhues. Die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Bonifatius und Mitglied der Gewerkschaft Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) blickt mit großer Skepsis auf den Gesetzentwurf, den die Fraktion der CDU und der FDP in den niedersächsischen Landtag eingebracht hat. Danach sollen in Modellkommunen, zu denen auch die Stadt Oldenburg zählt, die kommunalen Handlungsspielräume innerhalb des Kindertagesstättengesetzes erweitert werden.
„Das heißt, diese Kommunen müssen die Rechtsvorschriften nicht mehr einhalten“, so Osterhues. Die Auswirkungen? „Bei Bedarf kann in kleineren Räumen die Gruppengröße der Kinder aufgestockt werden“, sagt die Erzieherin. „Und wenn das erst in den Modellkommunen läuft, dann werden die neuen Regelungen später für ganz Niedersachsen gelten.“
Monika Osterhues hat alle neun katholischen Kindergärten in Oldenburg mit ins Boot geholt. Ein Bus mit 40 Erzieherinnen fährt heute nach Hannover zur Demonstration, zu der die KEG Niedersachsen aufgerufen hat. In den Kindergärten läuft der Betrieb derweil weiter. „Allerdings in einer Notbesetzung“, erklärt Osterhues.
