Sande - Der Beginn der beiden im Rahmen der Dorferneuerung Sande vorgesehenen Baumaßnahmen an der Königsberger Straße sowie an der Hofstelle Altmarienhausen könnte sich erheblich verzögern. Der Grund: In der EU gibt es keine Einigung über den Finanzrahmen für die weitere Förderung. Zwar stehen aktuell noch Mittel bereit – die Gemeinde Sande genießt mit den angemeldeten Projekten hier aber keine Priorität.
„Es kann sein, dass es erst 2015 wieder Fördergelder gibt“, sagte jetzt Sandes Bürgermeister Josef Wesselmann in der Sitzung des Ausschusses für Straßen, Wege und Feuerlöschwesen. Das nun entstehende Defizit liegt für den zweiten Bauabschnitt der Erneuerung der Königsberger Straße bei 72 500 Euro bei kalkulierten Gesamtkosten von 270 000 Euro. Für die vorgesehene Schaffung einer Zufahrt zur Hofstelle Altmarienhausen fehlen 25 000 Euro. Gesamtkosten hier: 60 000 Euro.
Die Fraktionen und Bürgermeister Wesselmann zeigten sich aufgrund der aktuellen Entwicklung besorgt. „Wir können diese Dinge doch nicht halbfertig liegen lassen“, sagte Folkert Feeken (CDU).
Nun soll zunächst das weitere Vorgehen in den Fraktionen beraten werden. Die Möglichkeiten: eine Kreditaufnahme durch die Gemeinde, der Aufschub der Sanierung bis voraussichtlich 2015 oder die Umsetzung nur eines der beiden Vorhaben.
Mit der Eigentümergesellschaft der Königsberger Straße sei bislang noch nicht über die neue Entwicklung gesprochen worden, sagte Wesselmann. Ob diese bereit sei, sich an den gestiegenen Kosten zu beteiligen, sei fraglich.
Die Gemeinde Sande ist 2007 in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Bislang wurden mehrere Maßnahmen gefördert, unter anderem wurden Straßen im Bereich Neufeld II saniert.
