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NWZonline.de Nachrichten Politik

Rund 50 Asylbewerber greifen Polizei an

28.05.2018

Dresden Bei einem Einsatz in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Dresden haben etwa 50 Heimbewohner die Polizei angegriffen – zwei Beamte und ein Wachmann wurden verletzt. Die Polizisten erlitten leichte Verletzungen, es handele sich um Prellungen, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden am Sonntag.

Erst durch die Verstärkung der Einsatzkräfte sei die Lage wieder unter Kontrolle gebracht worden, teilte die Polizeidirektion mit. Wie viele Beamte im Einsatz waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

In der Unterkunft war den Angaben zufolge bei der Essensausgabe ein Streit zwischen zwei Männern aus Georgien eskaliert. Daraufhin habe das Sicherheitspersonal die Polizei um Hilfe gebeten. Die Beamten griffen ein und stoppten den Streit zunächst. „In der Folge sammelten sich circa 50 Heimbewohner und griffen die Einsatzkräfte an, indem sie nach ihnen mit glühenden Zigaretten warfen, traten und schlugen“, steht in der Mitteilung der Polizei. „Ein Angreifer versuchte die Beamten mit einer Eisenstange aus seinem Bettgestell zu attackieren, was verhindert werden konnte.“

Vier Tatverdächtige aus Georgien im Alter von 17, 20, 27 und 42 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen Verdachts des Landfriedensbruchs. Ob die Festgenommenen am Sonntag wieder auf freiem Fuß waren, konnte die Polizei nicht sagen.

Erst kürzlich hatten sich Polizisten im baden-württembergischen Ellwangen bei einem Einsatz in einem Heim plötzlich einer Menge gegenüber gesehen. 150 bis 200 Flüchtlinge hatten teils gewaltsam verhindert, dass die Polizei einen Mann aus Togo aus der Unterkunft abholte. Der 23-Jährige wurde Tage später bei einem Großeinsatz schließlich doch gefasst und in Abschiebehaft gebracht.

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