Dresden/Leipzig - Rund ein Drittel der Pegida-Anhänger sind laut einer Studie der TU Dresden rechtsnationale Fremdenfeinde. Die meisten Demonstranten, die in den vergangenen Wochen in Dresden mit dem islamkritischen Bündnis auf die Straße gingen, seien jedoch mit Politik, Parteien und Medien unzufriedene Bürger, sagte der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt am Dienstag bei der Vorstellung der nicht repräsentativen Untersuchung. In Deutschland gebe es allgemein eine „Unzufriedenheit der Bürgerschaft mit ihrer politischen Klasse und dem nach links gerückten Diskurs“.
Ostdeutschland und insbesondere Dresden böten günstige Umstände, „dass sich dieses Magma von Unzufriedenheit genau hier in dieser Vulkaneruption ergossen hat“. Nun sei der Vulkan explodiert. „Jetzt regnet es nur noch Asche“, sagte Patzelt. Die Gruppierung sei im Zerfall begriffen.
Pegida will am Montag wieder in Dresden auf die Straße gehen. Der Leipziger Ableger Legida sagte alle geplanten Freitags-Demonstrationen ab. Stattdessen will das Bündnis nach Informationen der „Leipziger Volkszeitung“ künftig abwechselnd mit der Dresdner Pegida-Bewegung montags oder mittwochs demonstrieren.
