Dünsen - Schulelternrat und Förderverein der Grundschule Dünsen mobilisieren den Ort: Beim Elternstammtisch am Montag, an dem überraschend auch die Mitglieder des Dünsener Gemeinderates teilgenommen haben, sei bekannt geworden, dass die Grundschule Dünsen erneut zur Diskussion steht. An diesem Mittwoch, 17. Dezember, tagt der Arbeitskreis Schulentwicklung um 19 Uhr in der Haupt- und Realschule Harpstedt, um über die Zukunft der Grundschule zu entscheiden, erfuhren die Eltern.
„Jetzt sind wir Eltern dran, um unsere Position der Politik und den Entscheidern klar zu machen“, heißt es in einem Aufruf des Fördervereins, der sich auch an Angehörige und Dünsener Bürger im allgemeinen wendet.
Der Förderverein ruft alle Eltern auf, im Anschluss an die Weihnachtsfeier der Schule, die an diesem Mittwoch um 17 Uhr beginnt, um 18.30 Uhr gemeinsam nach Harpstedt zu fahren.
Vor dem Eingang der Haupt- und Realschule wollen die Eltern dort mit ihren Kindern und Plakaten bis 19 Uhr Präsenz zeigen, um den Arbeitskreis dort zu empfangen.
Aus der Samtgemeindeverwaltung kommen beruhigende Töne. „Der Arbeitskreis Schulentwicklung tagt an diesem Mittwoch, das ist richtig“, sagt Schulamtsleiter Andreas Gralheer. Und in der Tat stehe dabei das Thema Schuleinzugsbereiche auf der Tagesordnung. Es gebe aber keine Empfehlung, die Grundschule Dünsen zu schließen – und ohnehin könne der Arbeitskreis nichts beschließen, sondern nur Empfehlungen aussprechen, die dann im Schulausschuss weiter beraten würden.
Im September war die Zukunft der Grundschule Dünsen bereits im Schulausschuss Thema gewesen und von dort in den Arbeitskreis verlagert worden, der seitdem mehrfach getagt hat, um ein Gesamtkonzept für die Bildungslandschaft in der Samtgemeinde Harpstedt zu entwickeln.
Der heutige Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse und der Dünsener Bürgermeister Hartmut Post (beide CDU) hatten im Vorfeld beantragt, den Einzugsbereich der Grundschule Dünsen auch für Schüler aus Kirchseelte zu öffnen. Eltern aus Kirchseelte könnten ihre Kinder dann ohne die bisher nötige Ausnahmegenehmigung in Dünsen anmelden. Post und Wöbse, ebenso wie der Schulelternrat und der Förderverein aus Dünsen, die den Antrag unterstützten, erhoffen sich eine Stabilisierung der Schülerzahl und damit eine Sicherung des Schulstandortes Dünsen.
Der Antrag habe weiter Bestand, sagte Hartmut Post am Dienstag auf Nachfrage der NWZ . Er freue sich, dass die Dünsener Bürger sich vor dem Arbeitskreis für ihre Schule stark machen wollten. Er werde ihre Forderungen am Mittwoch unterstützen.
