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NWZonline.de Nachrichten Politik

Großrazzia gegen Islamisten

11.04.2019

Düsseldorf /Hannover /Berlin Die Polizei hat Einrichtungen eines islamistischen Netzwerks in neun Bundesländern durchsucht. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, umfassten die Razzien am Mittwoch etwa 90 Objekte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Durchsucht wurden Vereinsräume, Privatwohnungen und Ladenlokale. Schwerpunkte waren NRW und Bayern. In Niedersachsen wurden drei Objekte im Bereich der Polizeidirektionen Hannover und Osnabrück durchsucht. Festgenommen wurde niemand.

An der Spitze des Netzwerks stehen laut Ministerium die Vereine World-Wide-Resistance-Help und Ansaar International. WWR-Help hat seinen Hauptsitz in Neuss, Ansaar International in Düsseldorf. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand gehen die Sicherheitsbehörden davon aus, dass die Vereine dem extremistischen Milieu zuzurechnen sind. Die Behörden identifizierten eine Kerngruppe von 15 Vereinsaktivisten.

Es bestehen den Angaben zufolge Anhaltspunkte, dass sie die radikale Hamas-Bewegung finanziell und propagandistisch unterstützt haben. Die USA, Israel und die EU haben die islamistische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, als Terrororganisation eingestuft. WWR-Help ruft auf seiner Internetseite zu Spenden für Bedürftige im Gazastreifen auf. Ansaar International hatte auch für Hilfsaktionen unter anderem in Somalia, Syrien und Burma Spenden gesammelt. Allein in NRW hatten die Vereine nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehr als zwölf Millionen Euro eingenommen.

Im Bericht des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes für 2017 ist von intensiven Kontakten zwischen beiden Vereinen die Rede. Zwischen den Mitgliedern der beiden Vereine existieren zum Teil enge verwandtschaftliche Beziehungen.

Bei Ansaar wurden dem Bericht zufolge zudem „intensive Kooperationen mit anderen Personen der extremistisch-salafistischen Szene“ beobachtet. Der Verfassungsschutz schrieb, auffällig sei, „dass es beim Personenkreis mittlerweile einige Überschneidungen zwischen diesem Verein und dem mittlerweile verbotenen Verein Lies! gibt“. Dies deute darauf hin, dass Ansaar in der extremistischen Szene ein Vakuum fülle, das durch das Verbot des Lies!-Vereins 2016 entstanden sei. Dieser hatte mit Koran-Verteilaktionen Aufmerksamkeit erregt.

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