DüSSELDORF - Der Einsatz von Antibiotika bleibt ein Problem in der Geflügelmast. Laut einer am Dienstag in Düsseldorf vorgestellten Studie der NRW-Landesregierung kommt Mastgeflügel auch außerhalb von Therapiezeiten mit Antibiotika in Kontakt. Als Konsequenz befürchtet der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel eine abnehmende Wirkung von Antibiotika und Resistenzen.

In 42 Ställen in NRW wurden Proben aus dem Tränkwasser entnommen. In 26 Fällen fanden die Prüfer des Landesumweltamtes „auffällige Rückstände“ von Antibiotika – teilweise ohne Verordnung durch einen Tierarzt. Die letzte dokumentierte Behandlung mit Antibiotika lag oftmals 30 bis 50 Tage zurück, in einem Fall sogar fast drei Jahre. Darüber hinaus wurden Wirkstoffe entdeckt, die gar nicht verwendet werden dürfen.